Ausstellungen der Kunstpädagogik  


"zurück nach vorn"

Anton Butter, "On Jackson", Vektorgrafik, 2009-2010. Teil der Ausstellung "zurück nach vorn" der Kunstpädagogik in den Räumen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im Sommersemester 2010.
  • Ausstellung:
    vom 19. Mai bis 30. Juni 2010
    (einzelne Arbeiten auch darüber hinaus)

  • Vernissage:
    am 19. Mai 2010, 18:oo Uhr
    Foyer, 1. Obergeschoss des Instituts-
    gebäudes (Grimmaische Straße 12)

  • Öffnungszeiten der Ausstellung:
    Montag bis Freitag
    von 9:oo bis 18:oo Uhr

  • Führung durch die Ausstellung nach Absprache mit dem Institut für Kunstpädagogik

Fotos der Ausstellungseröffnung vom 19. Mai 2010

Die Gänge und Treppen der Fakultät - Eindrücke zu "zurück nach vorn"

Kaffee und Kunst

Es ist ein verregneter Nachmittag Anfang Mai, der Unialltag geht seinen Gang. Auf dem Flur zum Rechenzentrum der Wirtschaftswissenschaften mischen sich Stimmen, die nach Freude und Spaß klingen, mit dem Klappern von Kaffeetassen und dem entsprechenden Duft. Eine Gruppe junger Menschen steht zwischen den Stühlen und schaut die Wände an. So ist das eigentlich nicht gedacht – diese Stühle sind zum Platz nehmen da und den Wänden würde man sitzend den Rücken zuwenden. An diesem Nachmittag ist das anders: eine junge Frau stellt FreundInnen bei einer Tasse Kaffee ihre Grafiken vor, die für einige Wochen die Wände des Flurs schmücken werden. Es sind verschiedenfarbige Drucke, die Detailansichten aus dem Leipziger Stadtbild zeigen – eine Taube auf dem Augustusplatz, ein Hydrant an der Blechbüchse, eine Radfahrerin, ein Blick auf die Universitätsbaustelle.

Diese und anderen Arbeiten von Studierenden des Instituts für Kunstpädagogik sind in den nächsten zwei Monaten in den Treppenhäusern und Aufenthaltsbereichen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ausgestellt. Nachdem die erfolgreiche Kooperation im vergangenen Jahr unter dem Motto "frühschicht" stand, geht es nun "zurück nach vorn".

Räume und Reflexionen

Auffallend an den diesjährigen Arbeiten ist die Beschäftigung mit Räumlichkeit, Orten und Plätzen, sei es als Ausdruck von Erinnerungen, Zuständen oder einer Suche. Neben den Detailansichten Leipzigs von Peggy Buhse schweifen andere Studierende in die Ferne: die Arbeiten von Susanne Bönisch bringen die Weinberge Südfrankreichs als farbintensive Eindrücke in die Universität. Mit "On Jackson", einem 27-Minuten Loop aus quadratischen Vektorgrafiken, nutzt Anton Butter die Räume der Universität auf irritierende und konsequente Weise: in Zusammenarbeit mit dem Fakultätsrechenzentrum werden die Monitore auf den Fluren, die sonst Lehrveranstaltungen ankündigen, mit den Grafiken bespielt. Auch auf zeitlicher Ebene fragt Robert Aust, der in seinen großformatigen, gesampleten Gemälden popkulturelle Images der eigenen Kindheit und Jugend einbaut, nach dem "wo" - wo warst du, wohin gehst du. In weiteren Arbeiten werden Kindheitserinnerungen auf unwirkliche und fast schon unheimliche Weise umgesetzt (Heidi Schwarzkopf) oder junge Menschen in ihrer nächtlichen, urbanen Umgebung als durchsichtige, durchschaubare, sich spiegelnde und spiegelnde Wesen dargestellt (Marie-Christine Thiele).

Mit Reflexionen arbeitet auch Nadja Uhlmann in ihrer Skulptur "Kantige Tatsachen": im Zentrum der Betrachtung steht der Satz "Ich habe keinen Mut mich meines eigenen Verstandes zu bedienen", vielfach auf den Seitenflächen drei ineinander stehender, durchsichtiger Pyramiden angebracht. In der kleinsten Pyramide eingeschlossen: eine einzelne Computer-Taste "Ende 1". Beim Betrachten der Arbeit muss man zum einen über sie hinaus schauen, in das Gebäude der Universität, zum anderen sieht man das eigene Spiegelbild – konfrontiert mit der Verneinung des Kantschen Mottos der Aufklärung.

Spannend sind vor allem auch die Reaktionen auf Claudia Matoušeks "Wir sind alle nur Soldaten". Diese begehbare, fotografische Installation dürfte der am meisten verstörende Beitrag sein, ist doch der/die Betrachtende gezwungen, über eine Collage von Fotos zu laufen, die Details eines weiblichen Körpers zeigen.

Abschlussarbeiten und Ausstellungseröffnung

Gezeigt werden Arbeiten, die im Wintersemester 2009/10 entstanden. Dabei handelt es sich um künstlerische Abschlussarbeiten oder um Semesterarbeiten im Rahmen der Master-Seminare "Konzeptionelle und kontextuelle Kunst" sowie "Digitale Bildgestaltung".

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 19. Mai 2010, ab 18:00 Uhr im Institutsgebäude (Foyer im 1. Obergeschoss) in der Grimmaischen Straße - mit anschließender Führung durch die Ausstellung - statt. Die Werke sind zu betrachten ab 19. Mai bis 30. Juni, zwischen 9 und 18 Uhr in den Räumen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

Pressemitteilung vom 5. Mai 2010

Kunst im Institutsgebäude

Vernissage und Ausstellung "zurück nach vorn" der Kunstpädagogik in den Räumen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

Zum wiederholten Mal sind künstlerische Arbeiten von Studierenden des Instituts für Kunstpädagogik in den Treppenhäusern und Aufenthaltsbereichen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ausgestellt.

Nachdem die erfolgreiche Kooperation im vergangenen Jahr unter dem Motto "frühschicht" stand, geht es nun "zurück nach vorn". Gezeigt werden Arbeiten, die im Wintersemester 2009/10 entstanden. Dabei handelt es sich um künstlerische Abschlussarbeiten oder um Semesterarbeiten im Rahmen der Master-Seminare "Konzeptionelle und kontextuelle Kunst" sowie "Digitale Bildgestaltung".

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 19. Mai 2010, ab 18:00 Uhr im Institutsgebäude (Foyer im 1. Obergeschoss) in der Grimmaischen Straße - mit anschließender Führung durch die Ausstellung - statt. Die Werke sind zu betrachten ab 19. Mai bis 30. Juni, zwischen 9 und 18 Uhr in den Räumen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

 


letzte Änderung: 26.05.2010 

weitere Informationen

Homepage des Instituts für Kunstpädagogik:
uni-leipzig.de/studienart