Juniorprof. Dr. Dennis Häckl

Juniorprof. Dr. Dennis Häckl

Juniorprofessor

Health Economics and Management
Institutsgebäude
Grimmaische Straße 12, Raum I 255
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-33844

Kurzprofil

Dennis Häckl besetzt seit Januar 2022 die neu etablierte Juniorprofessur für Health Economics and Management an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Er promovierte mit Auszeichnung zum Thema „Neue Technologien im Gesundheitswesen: Rahmenbedingungen und Akteure. Eine institutionenökonomische Analyse der Verbreitung von Innovationen am Beispiel der Telemedizin“ an der HHL Leipzig Graduate School of Management. Anschließend forschte und lehrte er an der Technischen Universität Dresden und hält momentan noch Lehraufträge an der Dresden International University. J.-Prof. Dr. Dennis Häckl ist Gründungsgeschäftsführer des WIG2 Instituts (Wissenschaftliches Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung). Darüber hinaus engagiert er sich u. a. in der ISPOR – The Professional Society for Health Economics and Outcomes Research und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie (dggö).

Berufliche Laufbahn

  • seit 02/2014
    Gründungsgeschäftsführer, WIG2 Institut (Wissenschaftliches Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung)
  • 10/2013 - 09/2015
    Lehrbeauftragter, Fakultät Wirtschaftswissenschaften, TU Dresden
  • 08/2013 - 01/2014
    Leiter Team Gesundheitspolitik und Gesundheitsökonomie, Gesundheitsforen Leipzig GmbH
  • 04/2010 - 07/2013
    Akademischer Assistent im Sinne § 72 SächsHSG, Lehrstuhl für Allokationstheorie, TU Dresden
  • seit 09/2012
    Adjunct Professor (aktuell ruhend), University of Battambang, Kambodscha
  • seit 01/2010
    Gastdozent, Dresden International University, DIU, Dresden
  • 04/2008 - 03/2010
    Persönlicher Referent des Rektors, HHL – Leipzig Graduate School of Management, Leipzig
  • 09/2006 - 03/2008
    Forscher am Zentrum für Healthcare Management, HHL – Leipzig Graduate School of Management, Leipzig

Ausbildung

  • 09/2006 - 03/2010
    Promotion zum Dr. rer. oec. („summa cum laude“), HHL – Leipzig Graduate School of Management, Leipzig, Lehrstuhl für Angewandte Wirtschaftstheorie, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Wiesmeth
  • 08/2005 - 05/2006
    Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Mikroökonomie und Gesundheitsökonomie, Wayne State University, Detroit, MI, USA;Master of Arts in Economics (GPA 3,96)
  • 10/2003 - 07/2005
    Studium der Internationalen Volkswirtschaftslehre, Friedrich-Alexander-Universität, Nürnberg
  • 09/1994 - 06/2003
    Allgemeine Hochschulreife, Walter-Gropius-Gymnasium Selb (Abschlussnote 1,0)

Im Rahmen seiner Forschungsarbeit setzt sich J.-Prof. Dr. Häckl mit der Finanzierung des Gesundheitssystems auseinander. Als Basis hierfür dient der Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Besonders interessant ist, unter welchen Bedingungen ein solches auf Morbidität ausgerichtetes System den Krankenkassen Präventionsanreize bieten kann. Neben den Verteilungsmechanismen innerhalb der GKV beschäftigt sich Herr Dr. Häckl mit Vergütungssystemen und der Preisfindung in den einzelnen Sektoren. Aktuell wird z. B. die Wirkung von Modellvorhaben bei psychisch Erkrankten betrachtet. Die Fragen, welche Anreize von einer alternativen Vergütungsform ausgehen und ob sich dies gesundheitsökonomisch bewerten lässt, stehen im Fokus.

Ausgehend von Finanzierung und Vergütung des Gesundheitssystems sieht Dennis Häckl großes Potenzial in der Erforschung der ökonomischen Bedeutung von Zivilisationskrankheiten. Momentan zeigt sich, dass z. B. viele innovative Arzneimitteltherapien bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ II auch positiven Einfluss auf kardiovaskuläre Ereignisse haben. Somit muss deren Kosten- und Versorgungssituation noch genauer erforscht werden – mit dem Ziel effiziente, sektorenübergreifende und patient:innenorientierte Versorgungskonzepte entwickeln zu können. Die Verknüpfung von GKV- mit Studiendaten, die genauere Charakterisierungen der Erkrankten und ihrer Lebensumstände erlauben, ist dabei besonders reizvoll.