Forschungs- &  Drittmittelprojekte  

Auf dieser Seite können wir Ihnen nur eine kleine Auswahl an Projekten vorstellen, die momentan an unserer Fakultät angesiedelt sind. Genauere Informationen zu den hier genannten und anderen Forschungs- und Drittmittelprojekten erhalten Sie auf den Seiten der Institute und Lehrstühle.

Einzelne Projekte

Übersicht weiterer Projekte an den Instituten und Lehrstühlen

Competence Center Sourcing in der Finanzindustrie

Das Kompetenzzentrum Sourcing in der Finanzindustrie (CC Sourcing) ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Leipzig, St.Gallen und Zürich. Es umfasst 19 Partnerunternehmen aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg und der Schweiz und erforscht die kunden- und serviceorientierte Vernetzung von Finanzdienstleistungsunternehmen. In der gegenwärtigen vierten Projektphase (2010-2012) liefert das CC Sourcing Ergebnisse in zwei Bereichen:

1. Die kundenorientierte Vernetzung gibt die Möglichkeit, den Kunden vermehrt in die Wertschöpfung einzubeziehen. Beispielsweise stellen sich Kunden über Konfiguratoren oder andere interaktive Werkzeuge ihre Anlage- oder Vorsorgelösungen selbst zusammen. Banken "fertigen" daraus individuelle Angebote, indem sie die Kundenleistungen  bedarfsgerecht durch spezialisiertes Wissen von Spezialisten ergänzen. Eine solch hybride Kundeninteraktion setzt die bereits seit längerem von Banken untersuchten Multi-Channel-Ansätze fort. Ein wichtiger "Enabler" ist dabei die Integration der Leistungen an der Front mit jenen im Backoffice.

2. Die serviceorientierte Vernetzung setzt die bereits seit längerem thematisierte Industrialisierung im Bankensektor fort und erkennt dabei Leistungen wie eine Zahlung oder auch Bestandteile des Portfoliomanagements als integrierbare Leistungen im Netzwerk. Die hierfür notwendige Bewertung interner und externer Leistungen erfordert einen integrativen Ansatz für das Service Portfolio Management. Banken und Provider können beispielsweise mit Hilfe eines Service Management Cockpits ihr Service Portfolio bewirtschaften, das neben qualitativen und quantitativen Kenngrössen auch entsprechende Mechanismen zur Verwaltung der Servicekonfigurationen beinhaltet.

Die Ergebnisse und Inhalte der vorherigen Projektphasen 1, 2 und 3 stehen mehrfach strukturiert, beschrieben und optisch aufbereitet auf der Homepage der Sourcing-Methode bereit (unter sourcing-methode.iwi.unisg.ch - Login erforderlich).

Projektmitarbeiter:          

Electronic Markets

The International Journal on Networked Business

Electronic Markets ist eine beim Springer Verlag vierteljährlich erscheinende doppelt-blind begutachtete wissenschaftliche Zeitschrift, deren Editorial Office sich an der Universität Leipzig befindet.

Erstmalig im Jahr 1991 veröffentlicht, beschäftigt sich Electronic Markets (EM) mit den Auswirkungen neuer Informationstechnologien auf die wirtschaftliche Wertschöpfung und deckt dabei ein breites Spektrum von technologischen über organisatorische bis hin zu gesellschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. EM erscheint vollständig in englischer Sprache und ist in zahlreichen Rankings als A- oder B-Journal gelistet.

Detaillierte Informationen zu Rankings, Themen, Erscheinungsdaten, Call for Papers und Strukturen stehen auf der Homepage der Zeitschrift zur Verfügung: www.electronicmarkets.org

Infrawass

Nachhaltigkeitsinstitutionen zur Governance langlebiger technischer Infrastruktursysteme am Beispiel der europäischen Wasserver- und Abwasserentsorgung unter den Bedingungen des klimatischen und demographischen Wandels

Auf technische Infrastruktur gestützte Wasserver- und Abwasserentsorgung sind ökologisch, ökonomisch und sozial ein Schlüsselproblem für eine nachhaltige Entwicklung. Die traditionellen zentralen Infrastruktursysteme geraten angesichts steigender gesellschaftlicher Anforderungen an Ressourceneffizienz und Wirtschaftlichkeit sowie als Folge globaler wie regionaler Wandlungsprozesse (Klima, Demographie, Konsummuster) zunehmend unter Veränderungsdruck. Gesucht sind flexiblere und anpassungsfähige Systemlösungen, die sich auch an kleinräumige und schnell wechselnde demographische und klimatische Veränderungen anpassen lassen, um die Funktionsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und "Erschwinglichkeit" der Versorgungssysteme zu sichern. Technisch-ökonomische "Systeminteressen" (Kapazitätsauslastung, Anschluß- und Benutzungszwang, Kostendeckung) müssen an Nachhaltigkeitsinteressen (Flexibilisierung, Dezentralisierung, Ressourcenschonung, Affordability) ausgerichtet werden. Die traditionellen Lösungen sind jedoch eingebettet in ein System sozio-ökonomischer "Garantie-Institutionen" und bilden Pfadabhängigkeiten aus (Transformationsproblem).

Das interdisziplinär angelegte Forschungsvorhaben analysiert auf der Basis regionaler Fallstudien die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Wasserver- und Abwasserentsorgung im Hinblick auf regional diversifizierte demographische und sozio-ökonomische Prozesse, unterschiedliche Auswirkungen des Klimawandels und systemische Nachhaltigkeits-Zielkonflikte und entwickelt Institutionen zur Sicherung einer nachhaltigen Steuerung langfristiger Infrastrukturentscheidungen.

Das vom Bundesforschungsministerium (BMBF) im Rahmen des Programms "Wirtschaftswissenschaft für Nachhaltigkeit 2" geförderte Projekt (Laufzeit 2010-2012) wird in Kooperation des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) (Prof. Dr. Erik Gawel, Dr. Moritz Reese), des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig (Prof. Dr. Holländer) und der Universität Kassel, Institut für Wirtschaftsrecht (Prof. Dr. Laskowski) durchgeführt. Die Projektleitung hat Prof. Dr. Erik Gawel inne.

Im Osten geht die Sonne auf!

Energie-räumliches Konzept für den Leipziger Osten

Das interdisziplinäre Projekt "Im Osten geht die Sonne auf! Energieräumliches Konzept für den Leipziger Osten" ist eingegliedert im Wettbewerb "Energieeffiziente Stadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen Beiträge zur signifikanten Verminderung des Energieverbrauchs einer Stadt sowie Fragestellungen nach optimierten Strategien, Technologien und innovativen Dienstleistungen zur Zielerreichung. Angestrebt wird dabei ein innovatives ganzheitliches Umsetzungskonzept für eine "energieeffiziente Stadt Leipzig" unter Berücksichtigung des demografischen Wandels zu erarbeiten. Der Nachweis erfolgt hierbei exemplarisch für das Gebiet des "Leipziger Ostens".

Das Verbundprojekt wird bearbeitet von

  • Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ),
  • Stadt Leipzig,
  • Institut für Angewandte Informatik (InfAI) e. V.,
  • Universität Leipzig/Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB).

Das ISB ist als Projektpartner schwerpunktmäßig verantwortlich für die Erstellung eines energie-räumlichen Konzeptes sowie für die Ermittlung energie-technischer sowie energie-wirtschaftlicher Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.

Förderung: BMBF
Zeitraum: Juni 2009 bis Mai 2010
Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Christian Strauß

InterLogGrid - Intermodale Logistik und IT-Services

Die Zielsetzung von InterLogGrid ist es, Grid-Technologien für Logistikunternehmen zu erschließen und nutzbar zu machen, um dadurch die Planungs- und Dispositionsentscheidungen sowie die Steuerungs- und Durchführungskompetenzen in der intermodalen/multilateralen Logistik deutlich besser als bisher unterstützen zu können.

Dazu werden fragmentierte Logistiksysteme und die darin ablaufenden logistischen Prozesse und Funktionen in einem Logistik-Grid abgebildet. Die D-GRID-Infrastruktur wird als skalierbares System zur verteilten Datenspeicherung (z.B. aus Legacy- und Sensorsystemen) und Datenverwendung (z.B. für Tracking und Tracing) genutzt und darauf aufsetzend werden transparent zugängliche, rechenintensive Logistikfunktionen von Service Providern angeboten.

Der wesentliche Beitrag von InterLogGrid ist die Bereitstellung einer Logistikdienste-Infrastruktur für das Grid, die als Menge von Grid-Diensten die grundlegende logistische Semantik, Modellkomponenten und Funktionen enthält und auf dieser Basis leicht erweitert werden kann.


Förderung: BMBF
Zeitraum: 01.07.2009 - 30.06.2012
Ansprechpartner: Dr. André Ludwig

Kaufmann/Kauffrau in der Energie- und Wasserwirtschaft

Zusatzqualifikation

Die Zusatzqualifikation Kaufmann/Kauffrau in der Energie- und Wasserwirtschaft ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das vom Institut für Wirtschaftspädagogik, dem Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und führenden Unternehmen der Branche durchgeführt wird.

Es ist darauf gerichtet, den Fach- und Führungskräftenachwuchs der Energie- und Wasserbranche wissenschaftlich fundiert aus- und weiterzubilden. Dazu wurden 2004-2005 in einer repräsentativen Studie aktuelle und künftige Arbeitsplatzanforderungen in den Unternehmen analysiert. 2005-2006 wurde auf dieser Grundlage in Workshops mit betrieblichen Experten aus den Bereichen Gas, Strom, Wasser und erneuerbaren Energien ein Curriculum entwickelt und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag zertifiziert.

Seit 2007 finden halbjährlich fünfwöchige Lehrgänge an der Universität Leipzig oder als Inhouse-Schulung in Unternehmen statt. Zielgruppe sind Auszubildende in anerkannten Ausbildungsberufen, Fach- und Führungskräfte, die eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben sowie Brancheneinsteiger, die juristisches, ökonomisches, technisches und ökologisches Grundwissen über die Branche erwerben wollen. Die Lehrkräfte kommen aus den Unternehmen, von der European Energy Exchange und der Universität. Die Konzeption umfasst neben Präsenzseminaren und Gruppenarbeiten vor allem Exkursionen und selbstgesteuerte Lernphasen über digitale Medien.

Bisher haben 125 Teilnehmer die IHK-Prüfung erfolgreich absolviert. Im Mai 2008 wurde die Zusatzqualifikation vom Bundesinstitut für Berufsbildung zum Ausbildungsangebot des Monats gewählt.

Weitere Informationen sowie ein ausführliches Curriculum finden Sie unter:
www.uni-leipzig.de/~wipaed/kaufmann-energie-wasser.

Logistik Service Bus (LSB)

Das Logistik-Service-Bus (LSB) Projekt ist Teil von "UnternehmenRegion", der Innovationsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Das Projekt hat zum Ziel, das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig zum wissenschaftlichen Kompetenzträger im Bereich Logistik-IT-Systeme zu entwickeln und damit systematisch die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von regionalen Logistikunternehmen zu stärken.

Eine der wichtigsten Aufgaben des LSB-Projekts ist die Entwicklung einer unternehmensübergreifenden IT-Plattform (LSB-Plattform), die als Vermittlungsschicht zwischen den IT-Systemen unterschiedlicher Unternehmen installiert wird und den sicheren, reibungslosen und schnellen Informationsfluss zwischen angekoppelten IT-Systemen sicherstellt.

Die LSB-Plattform bietet dabei ein integriertes Lösungskonzept für folgende Aufgaben:

  • Entwicklung einer Integrationsplattform für den unternehmensübergreifenden, medienbruchfreien Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Logistik-IT-Systemen
  • Entwicklung einer offenen Entwicklungsplattform für neue Anwendungen und Dienstleistungen, welche die Plattform erweitern
  • Entwicklung einer standardisierten Softwareinfrastruktur für Logistik- und logistiknahe Unternehmen zur gemeinsamen Verwendung von Anwendungssystemen
  • Optimierung von unternehmensinternen und -übergreifenden Geschäftsprozessen durch Einbindung von funkwellenbasierten RFID-Technologien

Mit der Realisierung der LSB-Plattform soll es Unternehmen möglich sein, logistische Dienstleistungen auf Grundlage nahtlos integrierter Informationsflüsse in unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse einzubinden. Damit erfüllen kleine und mittelständische Logistikdienstleister nicht nur die Integrationsanforderungen von großen verladenden Unternehmen, sondern werden auch in der Beherrschung (Planung, Steuerung und Kontrolle) komplexer Prozesse in logistischen Supply Networks unterstützt.


Förderung: BMBF (InnoProfile/UnternehmenRegion)
Zeitraum: 01.10.2006 - 30.09.2011
Ansprechpartner: Dr. André Ludwig

Forschungscluster "Monetary Policy and Financial Instability"

Das Institut für Wirtschaftspolitik vereint unter dem Forschungscluster "Monetary Policy and Financial Instability" Projekte zu den Auswirkungen geldpolitischer Entscheidungen auf globale und europäische Ungleichgewichte, Finanzmarktinstabilität und Krisen.  Die monetären Überinvestitionstheorien von Wicksell, Mises und Hayek sowie die Finanzmarktstabilitätstheorie von Minsky dienen als theoretischer Rahmen. Der Forschungscluster widmet sich damit der Wirkung von gütermarktorientierter Geldpolitik in einem finanzmarktorientierten Umfeld.  

Einzelprojekte:

Monetary Overhangs, Financial Stability and Monetary Policy in a Low Interest Environment – An Overinvestment View (gefördert von der Stiftung Geld und Währung) (Gunther Schnabl, Andreas Hoffmann, Axel Löffler, Christina Spantig, Adrian Ille, Stephan Freitag)

Graduiertenkolleg "Konstitutionelle Grundlagen globalisierter Finanzmärkte - Stabilität und Wandel"
(gefördert von der Stiftung Geld und Währung, in Zusammenarbeit mit den Universitäten Jena und Halle-Wittenberg) (Gunther Schnabl, Christina Spantig, Adrian Ille)

Konferenzreihe  "Soziale Marktwirtschaft und Demokratie: Förderung von Verständnis und Akzeptanz bei der jungen Generation"
(gefördert von der Hanns Martin Schleyer-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung) (Gunther Schnabl)

Monetary Policy and Overinvestment in Central and Eastern Europe (gefördert von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit) (Andreas Hoffmann und Gunther Schnabl)

Structural Reforms in the European Monetary Union (gefördert von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit) (Holger Zemanek und Gunther Schnabl)

Oil Prices and Global Imbalances (gefördert von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft) (Anke Hertwig und Gunther Schnabl)

Nachfrageorientierte Bestandsentwicklung in der Wohnungswirtschaft

(NaBeWo)
Drittmittelprojekt der Wüstenrot Stiftungsprofessur Verwaltungsmanagement / New Public Management

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und veränderter Wohnbedürfnisse wird in Zukunft der Wettbewerb der Wohnungsanbieter um Bewohner weiter zunehmen. Ein Ziel der nachhaltigen Stadtentwicklung ist es, Leerstände größeren Ausmaßes im Wohnungsbestand zu vermeiden. Einer Übernahme des Wohnungsbestandes durch Verwertungsfirmen, die nicht an einer nachhaltigen Bewirtschaftung interessiert sind und zu einer Destabilisierung des Wohnungsmarktes führen, sind innovative Konzepte für die Bestandeserhaltung, -pflege und -entwicklung entgegenzusetzen.

Die Wohnungsanbieter müssen sich auf die mit dem demografischen und gesellschaftlichen Wandel einhergehenden veränderten Bedürfnisse der Nutzer und neuen Anforderung an den Wohnungsmarkt (Paradigmenwechsel von einer angebots- zu einer nachfrageorientierten Wohnungspolitik) einstellen. Vor allem der zunehmende Anteil älterer Menschen, aber auch veränderte Wohnbedürfnisse jüngerer Generationen sowie veränderte Familienstrukturen, sind bei mittel- und langfristigen Bestandsentwicklungen zu berücksichtigen. Existenziell ist damit die bislang kaum untersuchte Frage, wie sich der Wohnungsbestand nachfrageorientiert, qualitätsvoll und zugleich betriebswirtschaftlich effizient verbessern lässt.

Da vor allem Wohnungsbaugenossenschaften (WBG) mit meist großen Beständen vor dieser Fragestellung stehen, wird diese im Rahmen des Forschungsvorhabens in Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugenossenschaften in Erfurt und Berlin bearbeitet.

Die inhaltliche Zielsetzung konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Innovative Wohnangebote: Entwicklung und Umsetzung zielgruppengerechter und flexibler Wohnformen, unter besonderer Berücksichtigung des barrierefreien Wohnens mit betriebswirtschaftlich vertretbarem Aufwand,
  • Komplementäre Angebote: Untersuchung und modellhafte Implementierung von innovativen Zukunftskonzepten wohnungsbezogener Service- und Dienstleistungsangebote (neue Partnerschaften und Organisationsmodelle von privater und öffentlicher Hand),
  • Governance-Formen: Innovative, tragfähige und betriebswirtschaftlich vertretbare Modelle zur Stärkung der Eigeninitiative und Selbstorganisation der Genossenschaftsmitglieder,
  • Marketing: Realisierung eines Wettbewerbsvorteils durch Profilschärfung und Modernisierung des Images genossenschaftlichen Wohnens.

Das Forschungsprojekt trägt im engen Dialog von Wissenschaft und Praxis zu Innovationen für eine nachfrageorientierte Bestandspolitik bei. Praxispartner sind vier Wohnungsbaugenossenschaften (WBGs) in Erfurt und Berlin. Sie gehören neben dem interdisziplinären Forschungsteam zum Projektverbund. Neben der Aufbereitung des Standes der Wissenschaft und der Analyse der Bestandsdaten an den Modellstandorten zur Identifikation von Handlungsbedarfen zeigt eine Best Practice-Analyse innovative und wirtschaftlich herausragende Beispiele auf und liefert Inputs für die Entwicklung eigener Konzeptionen. Diese werden modellhaft erprobt und wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse werden in Wissenschaft und Praxis transferiert. Der nachfrageorientierte Ansatz soll zu einer wirtschaftlichen Stärkung und einer Verbesserung der Marktposition der Unternehmen beitragen.


Förderung: BMBF

Pilotprojekt zum Transfer von E-Assessment-Anwendungen in die fachgruppenspezifische Hochschulpraxis

Die Studiengangsreformen an den Universitäten infolge des Bologna-Prozesses haben Umstrukturierungen in den Fakultäten nach sich gezogen: hierzu gehören einerseits Veränderungen in der Struktur der Institute, andererseits hat eine Verschiebung der Anforderungen an das Lehrpersonal und die Studierenden stattgefunden. Ein zentraler Aspekt dabei ist das gestiegene Prüfungsvolumen infolge der Schaffung von Bachelor- und Masterstudiengängen bei gleichzeitig sinkendem Personalstand an den Universitäten. Die Folge ist ein massiv erhöhter Zeit- und Ressourcenaufwand für die Prüfungsplanung, -durchführung und -korrektur in den Instituten, der darüber hinaus einen finanziellen Mehraufwand bedeutet.

Das Projekt hat sich daher primär zur Aufgabe gestellt, mit der Erstellung repräsentativer Course-Assessments den Anforderungen des durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge massiv gestiegenen Prüfungsvolumens zu begegnen. Ein gut funktionierendes Assessment bedeutet eine enorme Zeit- und Ressourcenersparnis in der Prüfungsverwaltung sowie in der Korrekturphase. Dieser Umstand trägt langfristig zu einer Verbesserung der Qualität in der Lehre bei, da beispielsweise mehr Zeit für die Forschung oder die Beratung von Studierenden zur Verfügung steht, während die Studierenden ihrerseits in einem bestimmten Rahmen die Prüfungstermine selbst bestimmen können (examination on demand) und somit auch die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium verbessert wird. In E-Assessments können weiterhin durch innovative Fragetypen erweiterte Kompetenzen geprüft werden, deren Abfrage in konventionellen Prüfungsformen nicht praktikabel wäre. Hinzu kommt eine verbesserte, zeitnahe Kommunikation erbrachter Prüfungsleistungen.

Ziel des Projektes ist somit die Schaffung einer breiteren Basis für E-Assessment in ausgewählten Instituten, welche bisher noch nicht darin involviert waren und elektronische Prüfungen in diesen zielgerichtet einzuführen. Im Projekt „iAssess.Sax“ (2009-2011) wurde bereits ein Rahmenwerk (elateXam) für E-Assessment erstellt. Dieses wird im Zuge des Projektes weiterentwickelt sowie eine zugehörige Fragepoolverwaltung zur Klausurerstellung umgesetzt. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Arbeiten werden interuniversitär zur Verfügung gestellt, um die Einführung von E-Assessment in der fachgruppenspezifischen Hochschulpraxis zu erleichtern.

Kontakt:

Prof. Dr. Ulrich Eisenecker
Universität Leipzig
Institut für Wirtschaftsinformatik
Grimmaische Straße 12
04109 Leipzig
Tel.: (0341) 97 33 720
Fax: (0341) 97 33 729
E-Mail: eisenecker(at)wifa.uni-leipzig.de

Projektpartner:
Veterinärmedizinische Fakultät
Institut für Romanistik
BPS GmbH

Realwirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands

Das Ziel des Kooperationsprojektes besteht darin, die mittel- bis langfristigen realwirtschaftlichen Entwicklungsaussichten Ostdeutschlands fundiert zu analysieren. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Abschätzung des zukünftig zu erwartenden Verlaufes zentraler makroökonomischer Größen wie etwa des Volkseinkommens oder der Einkommensverteilung. Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich mit der Klärung der Mechanismen, welche die realwirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland bestimmen, denn schließlich können nur auf Grundlage eines Verständnisses dieser Mechanismen fundierte wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen gezogen werden.

Oben genanntes Ziel wird durch die Anwendung von dynamischen makroökonomischen Modellen aus dem Bereich der Endogenen Wachstumstheorie erreicht. Hierbei ist eine sorgfältige Modellkalibrierung für eine aussagekräftige Analyse unerlässlich. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle ist in Besitz fundierter Kenntnisse der empirischen Aspekte der ostdeutschen Volkswirtschaft und trägt innerhalb der Kooperation somit entscheidend zum Erfolg des Projektes bei.

Das Projekt wird ermöglicht durch die Leibniz-Gemeinschaft.

Projektverantwortung
Dr. Axel Lindner (IWH)
Prof. Dr. Thomas Steger (Universität Leipzig)

Projektmitarbeiter
Maike Irrek (IWH)
Sebastian Böhm (Universität Leipzig)

Regionalentwicklung und Regionalmanagement in der Ukraine

Drittmittelprojekt der Wüstenrot Stiftungsprofessur Verwaltungsmanagement / New Public Management

Das Projekt ist eingebunden in die Überlegungen der Leitung der National Academy of Public Administration (NAPA) in Kiew, im Prozess der Modernisierung von Staat und Verwaltung in der Ukraine die Arbeit der Akademie zu verbessern und die führende Rolle der Akademie bei der Aus- und Fortbildung der öffentlichen Bediensteten auf der staatlichen, regionalen und lokalen Ebene zu stärken.

Das Ziel des Projekts besteht darin, in den drei Schwerpunkten "Demokratische Verwaltung", "Regionalentwicklung und –management" sowie "Europäische Angelegenheiten" ein Konzept für ein Master-Programm zu entwickeln, mit ukrainischen Partnern aus Wissenschaft und Praxis umzusetzen und den Implementierungsprozess wissenschaftlich zu begleiten. Außerdem werden in Kooperation mit der Academy of Public Administration empirische Untersuchungen zu ausgewählten Fragen des Regionalmanagements durchgeführt und Arbeitsergebnisse veröffentlicht.


Förderung: GTZ

Rekrutierung und Aus- und Fortbildung im öffentlichen Dienst

Drittmittelprojekt der Wüstenrot Stiftungsprofessur Verwaltungsmanagement / New Public Management

Die öffentliche Verwaltung hat in den letzten 20 Jahren einen zum Teil tiefgreifenden Wandlungsprozess vollzogen. Infolge von Haushaltskonsolidierungen wurden die Beschäftigungszahlen im öffentlichen Dienst erheblich reduziert. Reformkonzepte wie bspw. das Neue Steuerungsmodell auf der kommunalen Ebene haben zu neuen Anforderungen an die Beschäftigten geführt. Durch Ausgliederungen aus dem Bereich der Kernverwaltung und formale wie materielle Privatisierungen wurden neue Beschäftigungsverhältnisse bei der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben begründet, um nur einige dieser Neuerungen zu nennen.

Angesichts dieser tief greifenden Veränderungen ist es überraschend, dass es bislang keine umfassenden empirischen Untersuchungen darüber gibt, wie sich die Rekrutierungsstrategien, Ausbildungsstrukturen und -inhalte sowie die Fortbildungskonzepte in den letzten Jahren entwickelt haben. Auch ist der aktuelle Stand in diesem Bereich des öffentlichen Personalmanagements in der Bundesrepublik Deutschland nur unzureichend dokumentiert. Durch das Projekt Rekrutierung und Aus- und Fortbildung im öffentlichen Dienst soll versucht werden, diese 'Informationslücke'  zu schließen.

Die mit diesem Projekt verfolgte allgemeine Zielsetzung bezieht sich zunächst darauf,  eine aktuelle Bestandsaufnahme vorzunehmen, wie viele Personen seit 1995 im mittleren, gehobenen und höheren nicht-technischen Verwaltungsdienst einschließlich der Angestellten beim Bund, bei den Ländern und – zumindest überblicksartig - bei den Kommunen eingestellt und ausgebildet worden sind und inwieweit damit der Personalbedarf befriedigt werden konnte. Andere Laufbahnen können auf Grund ihrer z.T. sehr spezifischen Rekrutierungs- und Ausbildungseigenschaften nicht in die Untersuchung einbezogen werden.

Nach Möglichkeit soll zusätzlich untersucht werden, in welchem Umfang für diese Zielgruppen Fortbildungsprogramme angeboten worden sind. Über diese primär quantitative Zielsetzung hinaus wird angestrebt, einen Überblick über die Veränderungen sowie den aktuellen Stand der Aus- und Fortbildungsinhalte und -methoden im öffentlichen Sektor der Bundesrepublik Deutschland zu gewinnen. Bei der Interpretation dieser Informationen soll versucht werden, den Bezug zum Stand der internationalen Diskussion und zur Entwicklung in der Privatwirtschaft herzustellen. Schließlich wird es auch darum gehen, eine zumindest vorläufige Einschätzung vorzunehmen, inwieweit Aus- und Fortbildung in der Lage sind, die öffentlich Bediensteten auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten, die mit dem Wandel öffentlicher Aufgaben und mit dem Rollenwandel von Staat und Verwaltung verbunden sind.

Die Ergebnisse einer solchen Untersuchung dürften für die Personaldienststellen, insbesondere die Ausbildungsbehörden sowie die Aus- und Fortbildungsinstitutionen sowie für die Personalvertretungen und Gewerkschaften von erheblichem Interesse sein. Da die Unübersichtlichkeit  im Personalwesen auf Grund der infolge der Föderalismusreform vorgesehenen Flexibilisierungen des Dienstrechts mit großer Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen wird, scheint es dringend geboten, über eine empirisch solide Bestandsaufnahme zu verfügen, um die Spielräume für eine moderne Personalentwicklung für die Zukunft besser ausloten zu können.


Förderung: Hans-Böckler-Stiftung

RIM

Entwicklung eines intelligenten extrem belastbaren Produktkennzeichnungssystems auf Basis von RFID für Anwendungen in der Anlagen- und Fördertechnik

Das Institut für Wirtschaftsinformatik arbeitet gemeinsam mit der IFT Industrie- und Fördertechnik GmbH in Roggosen, der dpm Identsysteme GmbH in Bad Liebenwerda und dem der Hochschule Lausitz (FH) in einem neuen Forschungsprojekt zum Thema Plagiatsschutz unter Anwendung von RFID im Maschinenbau. In dem von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) geförderten Projekt arbeiten die Partner an der Erhöhung der Fälschungssicherheit von Maschinenbauteilen.

Zur Anwendung kommt die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification), eine Methode zur Funkfrequenz-Identifizierung, die das Lesen von Daten ohne Sichtkontakt ermöglicht. Die Herausforderung besteht in der sicheren Datenübertragung im metallischen Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus. Diese metallischen Komponenten stören die Funkübertragung zu den RFID-Transpondern. Ziel ist eine eindeutige Identifizierbarkeit der von der IFT hergestellten Gurtbandreiniger. Diese Gurtbandreiniger sind weltweit und oft im asiatischen Raum unter anderem im Kohlebergbau, in der Zementindustrie, in Kiesgruben und Kraftwerken im Einsatz. Falsch eingestellte Reiniger beziehungsweise Plagiate können oft sehr teure Gurtbandschäden und Produktionsausfälle nach sich ziehen.

Durch den Einsatz der RFID-Technologie kann jederzeit exakt  identifiziert werden welche Anlagenkomponenten verbaut worden sind. Im Falle des nachträglich erfolgten Einbaus von Plagiaten und von deren Defekten kann der Beweis geführt werden, dass die Anlagenteile nicht von ihm stammen.

Förderung: AiF (ZIM)
Zeitraum: 01.02.2010 – 30.09.2011
Ansprechpartnerin: Steffi Donath

Selbst Management Initiative Leipzig (SMILE)

Im Kooperationsprojekt Selbst Management Initiative Leipzig (SMILE) werden seit 2006 Studierende dabei unterstützt, unternehmerisch tätig zu werden. SMILE ist ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig sowie der Handelshochschule Leipzig.

Das Projekt steht unter der Leitung von Professor Dr. Helge Löbler, Juniorprofessor Dr. Utz Dornberger, Professor Dr. Bernhard Schwetzler und Professor Dr. Rüdiger Ulrich. Es wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA), das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) und durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).

Ausführliche Informationen zu SMILE finden Sie auf der Homepage des Projekts.

VCC - Value Chain Cockpit

VCC-Logo
Institut für angewandte Informatik an der Universität Leipzig

Sinkende Fertigungstiefen und vernetzte Organisationsstrategien führen in vielen Branchen zu komplexeren Wertschöpfungsketten und erfordern eine überbetriebliche Koordination. Zwar finden sich sowohl im Supply Chain Management (SCM) als auch im Customer Relationship Management (CRM) entsprechende Ansätze, jedoch besteht dabei eine klare Trennung zwischen kunden- und logistikorientierten Informationen bzw. Prozessen. Zahlreiche operative und strategische Entscheidungen erfordern jedoch die kombinierte Verfügbarkeit von lieferanten- und kundenbezogenen Informationen.

Die Partner

entwickeln gemeinsam ein portalbasiertes Value Chain Cockpit (VCC), das die Transparenz kunden- und lieferantenbezogener überbetrieblicher Prozesse in Wertschöpfungssystemen verbessert.

Das anwendungsorentierte Forschungsvorhabens analysiert auf Basis von Fallstudien die Prozesse, Kennzahlen- und Anwendungssysteme von Unternehmen in Netzwerken  unterschiedlicher Branchen und entwickelt integrierte Prozesse, die CRM- und SCM-Aufgaben zusammenführen und einen ganzheitlichen Informationsfluss abbilden. Diese Prozesse integrieren Informationen aus SCM und CRM analog den integrierten Anwendungssystemen im Unternehmen (Enterprise Resource Planning - ERP) und visualisieren für alle Netzwerkpartner die überbetrieblichen Prozesse und Informationen. Die am Wertschöpfungssystem beteiligten Unternehmen sollen schneller bessere Entscheidungen treffen können. So kann z.B. bei Engpässen in der Produktion sowie Kenntnis von Kundenprofil und -historie die Zuteilung der knappen Erzeugnisse an den/die wichtigsten Kunden erfolgen. Die konfigurierbaren Komponenten des Cockpits unterstützen somit den individuellen Informationsbedarf der Netzwerkakteure. Die Softwarelösung wird in einem eigens dafür am Institut für Wirtschaftsinformatik errichteten Demonstrations- und Innovationslabor anhand der mit den Praxispartnern entwickelten Anwendungsszenarien erprobt und interessierten Unternehmen demonstriert.

Förderung: BMBF – IKT2010
Zeitraum: 01.04.2009 - 30.09.2011
Ansprechpartner: Dr. Andrej Werner

Forschung an den Instituten und Lehrstühlen

Fachbereich Betriebswirtschaftslehre

Fachbereich Volkswirtschaftslehre

Fachbereich Technisches Management

Fachbereich Wirtschaftsinformatik

Fachbereich Wirtschaftspädagogik


letzte Änderung: 26.02.2014