Wissenschaftliche Arbeiten  

02.07.19 11:38

Barrierefreie Web-Anwendungen – Analyse designtechnischer Vorgaben und Integration in bestehende Systeme

Inklusion funktioniert nicht ohne Barrierefreiheit. Denn wo Orte, Räume oder Kommunikationsmittel nicht barrierefrei sind, bleibt Teilhabe am kulturellen und politischen Leben, an der Arbeitswelt und in der Freizeit verwehrt.
Die meisten Menschen verstehen unter Barrierefreiheit Rampen statt Treppen, breite Türen und absenkbare Busse. Doch bauliche Veränderungen und speziell ausgerüstete Fahrzeuge reichen nicht aus, um den Alltag barrierefrei zu gestalten. Barrierefreiheit heißt, dass Gebäude und öffentliche Plätze, Arbeitsstätten und Wohnungen, Verkehrsmittel und Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Freizeitangebote so gestaltet werden, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind. Konkret bedeutet Barrierefreiheit also, dass nicht nur Stufen, sondern auch ein Aufzug oder eine Rampe ins Rathaus führen, dass Formulare nicht in komplizierter Amtssprache, sondern auch in Leichter Sprache vorhanden sind, und dass auch gehörlose Menschen einen Vortrag verfolgen können – zum Beispiel mit Hilfe eines Gebärdensprachdolmetschers. Außerdem muss bei der Definition auch die digitale Barrierefreiheit mitgedacht werden. Das bedeutet, Internetseiten müssen so gestaltet sein, dass jeder sie nutzen kann. Dazu gehört zum Beispiel das Hinterlegen von Bildbeschreibungen für blinde Menschen und die Möglichkeit, Videos in barrierefreien Formaten abzuspielen. (Quelle: Aktion-mensch.de)

Ziel der Arbeit ist es, gesetzliche Vorgaben und DIN-Normen für die digitale Barrierefreiheit zu recherchieren und systematisieren. Die Konzepte sollen auf eine bestehende Web-Anwendung angewendet werden und Lösungen prototypisch umgesetzt werden.

Angebot als Bachelor- oder Masterarbeit.
 
Kontakt:
Ingolf Römer (roemer(at)wifa.uni-leipzig.de)



letzte Änderung: 05.11.2015