Forschung  

Forschung

Während noch vor wenigen Jahren die meisten Produktions- oder Handelsunternehmen eigene Logistikabteilungen unterhielten, so sind Logistikfunktionen heute weitestgehend an Logistikdienstleister ausgelagert. Eine besondere Stellung nehmen dabei hochgradig individualisierte, aus unterschiedlichen Logistikfunktionen bestehende Leistungsbündel ein; sie werden auch als 4th Party Logistics (4PL) oder Mehrwertlogistik bezeichnet. Sie verlangen stärker denn je, den Individualitätsanforderungen und der damit verbundene Komplexität bei der Planung, Entwicklung und Erbringung entgegenzukommen. Nicht zuletzt für kleine und mittelständische Unternehmen bietet sich hier aufgrund ihrer Flexibilität, Spezialisierung und Anpassungsfähigkeit die Möglichkeit, Wettbewerbsvorteile am stark umkämpften Logistikmarkt zu erlangen. Die hohe Spezialisierung, Arbeitsteiligkeit und niedrige Dienstleistungstiefe erlauben neben der Individualisierung, durch dynamische Dienstleisterauswahl, Güterflüsse flexibler zu gestalten und robuster auf unvorhersehbare Umwelteinflüsse zu reagieren.

Im Zentrum der Forschungsaktivitäten der Stiftungsprofessur stehen die verschiedenen Aspekten der IT-gestützten Planung, Steuerung und Kontrolle von arbeitsteiligen Logistikdienstleistungssystemen. Zu den dafür in verschiedenen Forschungsprojekten bearbeiteten Forschungsthemen der Professur zählen beispielsweise:

  • Planung, Simulation und Optimierung von adaptiven, störungsrobusten Güterflüssen in arbeitsteiligen Logistikdienstleistungssysteme
  • Steuerung, Überwachung und Rückverfolgung von Transportketten über integrierte Identifikations-, Ortungs-, Sensorsysteme
  • Unternehmensübergreifender, integrierter Informationsaustausch über elektronische Logistikplattformen (Cloud Ansatz, Serviceorientierung, mobile Anwendungen)
  • Innovative Dienstleistungs- und Geschäftsmodelle für Logistikdienstleister der Zukunft (Mehrwertlogistik, Logistikkooperationen)

letzte Änderung: 19.03.2015