HOT SPOTS:: DER STADTENTWICKLUNG  

Allgemein

Die Veranstaltungsreihe ist ein etabliertes Format in Form eines öffentlichen Podiums für alle an Stadtentwicklung Interessierten. Unter HOT SPOTS verstehen wir Orte und Themen, an denen sich öffentliche Debatte und fachspezifischer Diskurs zu (teilweise brisanten) Stadtentwicklungsaufgaben begegnen. Mit HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG soll der Blick auf diese Brennpunkte und auf die Notwendigkeit eines vernetzten Denkens und Handelns gelenkt werden.

Das Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB) der Universität Leipzig lädt, unterstützt durch die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. (SRL e.V.), die Schaubühne Lindenfels und die Stiftung Lebendige Stadt, zu dieser Veranstaltungsreihe ein.

Bei der Teilnahme an fünf Veranstaltungen der Vortragsreihe bzw. an Universitäten und Hochschulen in Sachsen mit Architektenausbildung wird dies von der Architektenkammer Sachsen als Fortbildung anerkannt. Bitte bringen Sie den Fortbildungsnachweis der Architektenkammer Sachsen zu den Veranstaltungen mit.

Aktuell

Oktober 2017 bis Januar 2018 – Bezahlbares Wohnen - Wohnungsbau unter Wachstumsdruck

Bezahlbares Wohnen bleibt ein kritischer Faktor für lebendige Städte und eine demokratische Gesellschaft – insbesondere unter verschärften Wachstumsbedingungen in den urbanen Kernen. Einerseits drohen den Bewohnern der Städte Preissteigerungen und Verdrängungsprozesse. Andererseits besteht auf der Angebotsseite vielerorts Wohnraummangel. Obwohl die Zahl der jährlich neu errichteten Wohnungen seit einigen Jahren wieder ansteigt, kommt es ganz besonders darauf an, Lösungen für kostengünstigen Wohnungsbau zu finden, der demographische, soziale und energetische Aspekte berücksichtigt. Mehr denn je besteht die Notwendigkeit Lösungsansätze, Instrumente, Praxisbeispiele für klugen und sozialgerechten Wohnungsbau zu diskutieren. Ziel der aktuellen Staffel Hot Spots der Stadtentwicklung mit dem Titel „Noch bezahlbar? Wohnungsbau unter Wachstumsdruck“ ist es, den Diskurs zum bezahlbaren Wohnen und Wohnungsbau in Leipzig anzuregen und zu erweitern. Unsere Referenten aus Architektur und Stadtentwicklung präsentieren Ihre Erfahrungen zum Thema Wohnungsbau und diskutieren sie mit dem Publikum. 

Referenten

„Strategien und Muster bezahlbaren Wohnens - Ein Überblick"

Welchen Beitrag können Architektur und Städtebau leisten, um das Angebot von Wohnraum für alle sicherzustellen? Erschwingliches Wohnen resultiert aus einem ausgewogenen Verhältnis von Wohnwert und Endpreisen. Dieses Kann durch eine Vielzahl an Strategien, die in ihrer Kombination hohe architektonische Qualität mit kostengünstiges Design und sozial integrativen Faktor möglich machen. Am Beispiel von Best-Practice-Wohngebäuden werden erfolgreiche Strategien und Muster zur Schaffung von erschwinglichem Wohnraum vorgestellt und diskutiert. 

Informationen zur Person


Do. 02.11.2017

Rut-Maria Gollan (wagnis eG, München)

"Renaissance der Wohnbaugenossenschaften – Projekt wagnisART, München"

Wie kann bezahlbar und partizipativ zugleich gebaut werden? Die mit dem Deutschen Städtebaupreis 2016 ausgezeichnete genossenschaftliche Wohnanlage in München wurde gemeinsam von Architekten und den Nutzern entworfen und trifft auf besonders positive Resonanz. Welche Instrumente und Strategien wurden angewandt, um attraktiven und kostengünstigen Wohnungsneubau zu realisieren? Welche Qualitäten sind dabei unverzichtbar?

Informationen zur Person

[Titel und Abstract angepasst, 16.10.]


Do. 14.12.2017

Prof. Dr.-Ing. Thomas Jocher (Institut Wohnen und Entwerfen, Universität Stuttgart; Fink+Jocher München)

„The Age of Less“

Unsere Wohnstandards sind zu hinterfragen! Die durchschnittliche Wohnfläche hat sich in Deutschland in den letzten fünfzig Jahren nahezu verdoppelt. Die Baukosten sind explodiert. Als Kostentreiber werden der erhöhte Schallschutz, sehr hohe Anforderungen an die Wärmedämmung, den Brandschutz und die Barrierefreiheit genannt. Oder sind die hohen Standards nicht doch sinnvoll? Nicht nur für die Zukunft, sondern schon für die Gegenwart?

Informationen zur Person


Do. 18.01.2018

Matthias Kock (Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg)

„Hamburger Wohnungsbaupolitik – Kooperationen, Anreize, Steuerungsinstrumente“

2011 wurde im Konsens zwischen Senat, Bezirken und Wohnungswirtschaft ein ehrgeiziges „Bündnis für das Wohnen“ aufgelegt und 2016 erneuert, um jährlich 10.000 neue Wohnungen im stark unter Druck stehenden Hamburger Wohnungsmarkt auf den Weg zu bringen. Seit 2011 sind rund 70.000 Wohneinheiten genehmigt worden. Hamburg setzt dabei vor allem auf Innenverdichtung als auch auf die Erschließung neuer Siedlungsräume, während gleichzeitig mehrere Strategien zur Senkung der Baukosten verfolgt werden. Mithilfe von Konzeptvergaben, „Drittelmix“ und sozialen Erhaltungsverordnungen soll überdies für Bezieher mittlerer und niedriger Einkommen das Wohnen in der Metropole auch künftig erschwinglich bleiben. Wie wird man in Hamburg der wachsenden Nachfrage nach Wohnungen gerecht, wie werden die Instrumente eingesetzt und was können wir vom Hamburger Beispiel lernen?

Informationen zur Person


letzte Änderung: 16.10.2017 

Kurzinformation

Veranstaltungsreihe:
HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG

Zeit: 18:30 - 20:00

Ort: Schaubühne Lindenfels / Grüner Salon (1.OG), Karl-Heine-Str. 50, 04229 Leipzig

Eintritt: frei

Kontakt

Jörg Kosinski

hotspots(at)wifa.uni-leipzig.de

+49 (0341) - 97 33 768

Kooperationspartner

Unterstützer