Lehrveranstaltungen  

Ausblick auf das Semesterprojekt im SS 2017

Mastermodul "Stadtmanagement II":

Für das kommende Sommersemester (2017) ist ein kooperatives Lehrprojekt zwischen der Universität Leipzig, der HTWK Leipzig und der Stadt Leipzig geplant. Das Projekt „Reallabor – eine hochschuldidaktisch innovative und interdisziplinäre Methode des Lernens und Lehrens“ (Real.L) wird durch das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen gefördert und durch das Team der Lehrpraxis im Transfer der Uni Leipzig begleitet. Unter dem inhaltlichen Motto „Schöne Aussicht – Georg-Schumann-Straße“ werden am Beispiel der Georg-Schumann-Straße (basierend auf vorangegangenen Studienprojekten) die Partner und deren Studierende kooperieren.

  • Universität Leipzig: Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB), Prof. J. Ringel, Dr. T. Korzer / Institut für Wirtschaftspädagogik (IFW), Prof. F. Klauser
  • HTWK Leipzig: Professur Regionalplanung und Städtebau, Prof. R. Scherzer-Heidenberger / Professur für Sozialarbeitswissenschaft / Schwerpunkt Sozialer Raum, Prof. Dr. A. Thiesen
  • Stadt Leipzig: F. Basten, J. Gauly, Magistralenmanagement Georg-Schumann-Str., U. Leistner, Amtsleiterbereich Gesundheitsförderung

Mehr Informationen:

Die Erfahrungen im universitären Lehrbetrieb zeigen, dass Studierende besonders starke Defizite bei der Übertragung analytischen Wissens in konzeptionelle Ansätze und deren praktische Umsetzung aufweisen. Es fehlt an den grundlegenden Kenntnissen zur Übertragung des Wissens, sowie an selbst gesammelter Praxiserfahrung. Genau an dieser Stelle setzt das Projekt ReaL.L gezielt an.

ReaL.L entwickelt ein inter- und intradisziplinäres Lehr-und Lernarrangement im Bereich der Stadtentwicklung und Stadtplanung. Der Begriff „Reallabor“ dient hierbei nicht als leere Worthülse, um einen praxisnahen Zusammenhang zu signalisieren, sondern verkörpert den „Echtzeitcharakter“ des kooperativen Lehrprojektes. Der interdisziplinären Wissensvermittlung folgt unmittelbar die Umsetzungskonzeption eines konkreten Anwendungsfalls, sowie die daraufhin folgende Realisierung in der Praxis. Die Studierenden/Lehrenden haben somit die Möglichkeit aktiv, kreativ und selbständig Stadtplanungsprozesse zu beleuchten und werden an die Aufgabe des „moderierenden Planens“ herangeführt, um Kollaborationsprozesse erfolgreich zu gestalten. In komplexen Situationen sind die Absolventen somit in der Lage die unterschiedlichsten Akteursinteressen zu analysieren, abzuwägen und umsetzbare sowie konstruktive Lösungen zu finden. Neben der Stärkung der Kooperation zwischen der Universität Leipzig, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur und der Stadt Leipzig und der damit verbundenen Optimierung der Lehre, soll eine Übertragbarkeit der Methodik auf andere Fakultäten gewährleistet werden. Die didaktisch-methodische Überarbeitung für eine anwendbare innovative und interdisziplinäre Lehr- und Lernmethode erfolgt durch die Aufbereitung der Projekt- und Evaluationsergebnisse.

Informationen zum Auftakt am 13.April 2017

Pressemitteilung und Presseschau

Aktuelle Semesterprojekte im WS 16/17

Bachelormodul "Stadtentwicklung und Bauswirtschaft":

Entwickeln Sie als Team ein Nutzungs- und Gebäudekonzept für das Vertiefungsgebiet Krystallpalast. Führen Sie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung (Residualwertverfahren) für das gewählte Konzept durch.

Im Zuge der geplanten Quartiersentwicklung auf dem Krystallpalast-Areal sollen Nutzungen wie Dienstleistung, Verwaltung, Hotel, Büro- und nicht störende Gewerbenutzungen sowie Wohnen (unterschiedliche Wohnformen) hinsichtlich einer wirtschaftliche tragfähigen Ansiedlung geprüft werden. Großflächiger zentrenrelevanter Einzelhandel ist ausgeschlossen (vgl. STEP Zentren). Die Nähe zum Hauptbahnhof ist dabei zu berücksichtigen.

Die genaue Nutzungsverteilung soll im Rahmen des Semesterprojektes untersucht und konkretisiert werden, wobei das Wohnen unter einem Anteil von 50% der Geschossfläche verbleiben soll. Nutzungskonflikte sind zu vermeiden, ergänzende Nutzungsvorschläge sind ausdrücklich erwünscht.

Suchen Sie nach Lösungen, die sich einerseits am Leitbild der nutzungsgemischten, kompakten europäischen Stadt orientieren, andererseits auch besondere Freiraumqualitäten für die zukünftigen Bewohner und Beschäftigten sicherstellen.

Untersuchungsgebiet: Krystallpalast Leipzig

Mastermodul "Stadtmanagement I":

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Wohnkonzeption inkl. der Ausgestaltung/Berücksichtigung eines Trägerschaftsmodells (Genossenschaft, Institutioneller Investor etc.) auf Basis eines bestehenden Masterplanentwurfs. Beschäftigen Sie sich in diesem Zusammenhang mit folgenden Fragestellungen:

  • Wie sind ihre Baukörper gestaltet (Fassaden-Images, Grundrissvarianten)?
  • Wie sieht die Erschließung Ihres Gebäudekonzeptes aus?
  • Wie ist der öffentliche/halböffentliche Raum gestaltet?
  • Welches Kosten-Nutzen-Verhältnis ergibt sich aus der Kombination des Trägerschaftsmodells und dem entwickelten Wohnkonzept?

Grundlage für die Konzepterarbeitung ist die Durchführung einer umfassenden Analyse (z.B. SWOT), welche sich mit den städtebaulichen (quartiersstrukturellen), architektonischen Ausgangsbedingungen sowie mit den Zielgruppen (Angebot und Nachfrage) auseinandersetzt. Darüber hinaus sind prägnante Zielstellungen in Bezug auf das Trägerschaftsmodell (Investitionsinteresse) zu formulieren. 

Untersuchungsgebiet: Krystallpalast Leipzig

Lehrveranstaltungen im Überblick

BachelormodulMastermoduleSchlüsselqualifikation

letzte Änderung: 29.06.2017