Projektarchiv  

Abgeschlossene Projekte bis 2011

Fertigstellung EU-Antrag: „Challenges of Cohesion in Transformation Cities (CoCiTies)“, 7. FRP, Topic: Addressing cohesion issues in Central and Eastern Europe, Collaborative Project – Small or medium-scale focused research project

Zeitraum: 01.2010 - 02.2011

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Vorbereitung von EU-Anträgen im Rahmen des 7. Forschungsprogramms (future-call). Ziel dieses Instruments ist die Bildung von thematischen Netzwerken, um die Internationalisierung der deutschen Geisteswissenschaften zu unterstützen.

In einem interdisziplinären Team zusammen mit Herrn Prof. Dr. Röber (Wüstenrot Stiftungsprofessur Verwaltungsmanagement/ New Public Management) und Frau PD Dr. Nissen (Institut für Soziologie) bereitet das ISB von Juli bis Februar 2011 die Grundlagen für einen EU-Antrag im kommenden Jahr vor. Dabei steht besonders die Bildung eines internationalen Netzwerkes aus zukünftigen Projektpartnern zum Thema Transformationsprozesse und deren Auswirkungen auf die Städte Mittel- und Osteuropas im Vordergrund.

Expterisen für die BTU Cottbus im Rahmen der Marktanalyse des Stadtentwicklungsfonds Brandenburg

Zeitraum: 01.12.2009 - 15.06.2010

Stadtentwicklungsfonds sollen perspektivisch zur Finanzierung nachhaltiger Stadtentwicklungsprojekte eingesetzt werden. Ihre Anwendung wird derzeit in Modellvorhaben im Forschungsprogramm ExWoSt erprobt. Der Stadtentwicklungsfonds Brandenburg ist eines der ersten arbeitsfähigen Fondsmodelle. Ziel der Analyse ist es, den Finanzmarkt, in den sich der Fonds einbettet, zu beleuchten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der möglichen Einbindung privater Akteure und Mittel in die Finanzierung städtischer Entwicklung. Das ISB untertützt die BTU Cottbus bei diesem Vorhaben durch verschiedene Expertisen.

Ziele und übertragbare Handlungsstrategien für ein kooperatives regionales Flächenmanagement unter Schrumpfungstendenzen in der Kernregion Mitteldeutschland

Zeitraum: 07.2006 - 06.2009

Im Rahmen der Ausschreibung des Forschungsprogramms „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde ein interdisziplinäres Verbundprojekt von den Universitäten Leipzig und Halle-Wittenberg beantragt.

Das Forschungsvorhaben ist durch seine Interdisziplinarität gekennzeichnet. Die enge Verknüpfung von bevölkerungs- und siedlungsbezogenen, infrastrukturtechnischen und finanzpolitischen Wirkungen von Regionalmanagementansätzen sowie deren rechtlichen Implikationen erzwingen eine parallele und abgestimmte Bearbeitung dieser Aspekte.

Das Verbundprojekt wird einen tragfähigen interdisziplinären Managementrahmen für raumrelevante Prozesse unter Berücksichtigung derzeit ablaufender Transformationsprozesse und unter Einbeziehung der relevanten Akteure entwickeln. Sparsamer Umgang mit Siedlungsfläche und Kulturlandschaft, eine angemessene Ausstattung mit technischen und verkehrlichen Infrastrukturen sowie die effiziente Verteilung öffentlicher Aufgaben sind Schwerpunkte des Projektes, um einen regionalen Ansatz zum nachhaltigen Flächenmanagement, zum Erhalt der Lebensqualität und zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Regionen zu leisten.

Im Projektverlauf werden theoretische und akteursbezogene Zielvorgaben für eine nachhaltige räumliche Entwicklung in Verdichtungsregionen unter Schrumpfungsbedingungen erarbeitet und mit den Akteuren in Planspielen überprüft und angepasst. Hierauf aufbauend werden Ansätze zur Ergänzung des Planungs- und Steuerungsinstrumentariums entwickelt und in einer Wirkungsanalyse bewertet. Im Ergebnis werden Empfehlungen für Akteure zur Anwendung der entwickelten hoheitlichen und selbstbestimmten Instrumente zusammengestellt.

Das Projekt ist darauf ausgerichtet, mit den regionalen Akteuren Lösungsvorschläge zu erarbeiten, um mit den Problemen der Schrumpfungsprozesse konstruktiv umzugehen. Die Vorschläge der verschiedenen Akteure werden dabei gebündelt und in ein Gesamtleitbild integriert. Durch die Leitbilder und Instrumentenvorschläge werden Handlungsoptionen zum Ausgleich für berechtigte Interessenkonflikte angeboten und damit derzeitig hemmende Faktoren im politischen Prozess reduziert.

 

Urbane Oase Kreuzstraßenviertel Leipzig – Vom Suchen und Finden einer Großstadtidylle, Beitrag der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbh (LWB) im Rahmen des BMVBS-Wettbewerbs: Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage in

Zeitraum: 03.2009 - 05.2009

Rund 8 Prozent aller Wohnungen in Deutschland finden sich in Großwohnsiedlungen (mind. 1.000 Wohneinheiten), in ihnen leben ca. 5 Millionen Menschen. Vor dem Hintergrund der sich daraus ableitenden Fragestellung nach Energie- und Heizkostensparendem Wohnen bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Lebensqualität in diesen Siedlungen initiierte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) den Wettbewerb mit dem Ziel, die Entwicklung und Umsetzung umfassender integrierter Konzepte unter energetischen, wohnungswirtschaftlichen, städtebaulichen und demografischen Gesichtspunkten für Großwohnsiedlungen anzuregen.

Der Aufruf richtete sich u. a. an Wohnungsgesellschaften, Eigentümer und Zusammenschlüsse einzelner Partner. Auch die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) mbH beteiligte sich unter insgesamt 76 Teilnehmern an diesem Wettbewerb.

Das ISB unterstützte die LWB durch inhaltliche Beteiligungen bzw. Ausarbeitungen der Teilkonzepte Energieeffizienz- und Stadtteilentwicklungskonzept. Dabei wurde neben einem Beitrag zu klimagerechten Räumen und Energiewahrheit auch die Problematik der KfW-Fördersystematik speziell für Großwohnsiedlungen in Ostdeutschland untersucht. Auf Basis einer Stärken- Schwächen-Analyse des Konzeptgebietes konnten zukünftige Handlungsfelder der Stadtteilentwicklung identifiziert werden. Der Wettbewerbsbeitrag der LWB wurde durch das BMVBS mit einer mit 75.000 € Finanzierungszuschuss dotierten Silberplakette ausgezeichnet.

Szenarien zur Einschätzung der künftigen Entwicklung der Stadt Schkeuditz und ihrer Ortsteile

Zeitraum: 04.2008 - 12.2008

Die Auswirkungen des kontinuierlichen Bevölkerungsrückgangs gefährden die Stabilität von Städten, da sie erhebliche Veränderungen im Immobiliensektor nach sich ziehen. Im Zuge von Stadtumbaumaßnahmen, die den negativen Entwicklungen entgegensteuern sollen, bestehen ebenfalls Anpassungserfordernisse für die Auslastung und den Betrieb der technischen Infrastruktur. Betreiber wie die KWL GmbH sind gezwungen, auf die Auswirkungen des Transformationsprozesses zu reagieren, um steigende Betriebskosten zu vermeiden und eine Versorgung ihrer Abnehmer zu gewährleisten.

Der relativen Kurzfristigkeit der ablaufenden Stadtentwicklungsprozesse und der umzusetzenden Maßnahmen stehen die Langlebigkeit der Infrastruktur, der Realisierungsaufwand für den Umbau bzw. die Sanierung der Netze und damit verbundene hohe Investitionskosten entgegen. Die Investitionsrisiken erhöhen sich durch steigende Pro-Kopf-Kosten aufgrund der zurückgehenden Abnehmerzahlen. Gleichzeitig wird eine Investitionsentscheidung durch das Nebeneinander von schrumpfenden und wachsenden Räumen erschwert. Für die KWL GmbH ist es unter den beschriebenen Rahmenbedingungen deshalb wichtig, langfristig abschätzen zu können, welche Stadtgebiete ihres Versorgungsgebietes sich unter Berücksichtigung der weiteren Bevölkerungsentwicklung perspektivisch positiv bzw. negativ entwickeln werden.

Auf Basis einer solchen Risikoanalyse sollen Strategien für einzelne Versorgungsgebiete zur Netzentwicklung und -auslegung erarbeitet werden. Dadurch können künftige Investitionen abgesichert und ein aus technischer sowie betriebswirtschaftlicher Sicht risikoarmer Betrieb der Netze gewährleistet werden.

Innerstädtische Shopping Center, Auftraggeber mfi Management für immobilien AG

Zeitraum: 08.2007 - 03.2008

Shopping Center Entwicklungen fanden in Deutschland in den letzten Jahren vor allem an innerstädtischen Standorten statt. Diese Rückbesinnung von nicht integrierten Lagen auf der Grünen Wiese auf die Innenstädte ist aus Stadtentwicklungs- und Nachhaltigkeitsaspekten positiv zu werten. Nicht außer Acht gelassen werden darf jedoch, dass positive Wechselwirkungen für alle Akteursgruppen und das komplexe Gefüge Stadt nur erzielt werden, wenn die Integration des Centers so gelingt, dass Attraktivität von Stadt erhalten oder / und erzeugt sowie Synergien erzielt werden.

Die theoretische Auseinandersetzung und anschließende Fallbeispielbetrachtung der interdisziplinären Studie , welche in Zusammenarbeit zwischen der IREBS und dem ISB bearbeitet wurde, zielt auf die Beantwortung der Fragen vor allem nach der Attraktivität von Stadt und deren Einflussgrößen – aus den verschiedenen Blickwinkeln der Akteure – sowie nach den bestimmenden Einflussfaktoren der Center Entwicklung in bestehenden Strukturen. Der kommunale Blickwinkel wurde dabei mittels einer Fragebogenerhebung unter den Ober- und Mittelzentren in Deutschland eruiert. Die Ergebnisse sind unter nachstehenden Links einsehbar.

Studienergebnisse:

Städteliste
Fragebogen
Kommunalbefragung

Szenarien und Modellrechnungen für eine virtuelle Modellstadt, im ExWoST-Forschungsfeld „Stadtquartiere im Umbruch“, gefördert vom BBR

Zeitraum: 01.09.2005 - 30.06.2007

Gesellschaftliche Transformationsprozesse bilden den Hintergrund einer neuen städtebaulichen Herausforderung, der „Stadtentwicklung ohne Wachstum“. Die Komplexität der ablaufenden Prozesse ist in zahlreichen Städten geprägt durch die Gleichzeitigkeit und die räumliche Nähe von Wachstum und Schrumpfung, einer wechselseitigen Entwicklung, die in Abhängigkeit von vielen Einflussfaktoren eine große Varianz an möglichen Anpassungen der Stadtphysis fordert bzw. zulässt.

Neben wohnungswirtschaftlichen Aspekten durch rückläufige Einwohnerentwicklung müssen auch die Auswirkungen auf die Auslastung technischer und sozialer Infrastruktur betrachtet werden. Gefordert sind neue umfassende Konzepte besonders für den Umgang mit unrentabel gewordenen Gemeinbedarfs- bzw. technischen Versorgungseinrichtungen der Städte. Diesem Thema nimmt sich das ExWoSt-Forschungsfeld „Stadtquartiere im Umbruch“ an. Schwerpunkt des Arbeitsbausteins D in diesem Forschungsfeld ist es, auf Basis von Gutachten und in Zusammenarbeit mit den ausgewählten Modellstädten, Szenarien und Modellrechnungen zur Visualisierung möglicher Entwicklungspfade in einem vierdimensionalen virtuellen Stadtmodell abzubilden.

Ziel ist es, für Kommunen ein Hilfsmittel zur Entscheidungsfindung und Strategieentwicklung sowohl für quartiersbezogene Maßnahmen als auch zu deren Einordnung in die gesamtstädtische Relation zu entwickeln. Diese Modellierungen leisten zur Leitbildentwicklung einer Kommune, für die Politikberatung, für die Kommunikation mit Bürgern und anderen Akteuren einen unterstützenden Beitrag. Die Untersuchung von Szenarien kann in Zeiten unklarer Entwicklungsrichtungen und -auswirkungen als „Managementtool“ einen Baustein „Integrierter Herangehensweise“ darstellen und damit für die erforderliche nachhaltige Stadtentwicklungsplanung hilfreich sein. Im Hinblick auf eine Umsetzung konkreter Maßnahmen soll die Visualisierung möglicher Entwicklungspfade dazu dienen, kommunale Steuerungsmöglichkeiten zu prüfen und Entscheidungen zu finden sowie transparent nachvollziehbar zu machen.

Gebietskulisse zur Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung im Freistaat Sachsen

Zeitraum: 02.2007 - 05.2007

Mittels einer Luftbildauswertung soll die Gebietskulisse für die Ländliche Entwicklung im Freistaat Sachsen überprüft werden. Dabei liegt der Fokus auf der eigenständigen dörflichen Struktur einer Gemeinde und ihrer Ortsteile/Ortslagen. In die Betrachtung fließen Dorftypen (z.B. Haufendorf, Straßendorf), typische Baustrukturen (Höfe, Kirchen, Sportplätze etc.) sowie landwirtschaftliche Produktionsstätten ein. Ergänzend dazu werden statistische Daten zur Bevölkerung und Einnahmekraft der Gemeinden erhoben.

Beratung zu Managementprozessen bei der Umsetzung von PPP-Projekten im Bereich Stadterneuerung im Rahmen des EU-Projektes CoUrbIT

Zeitraum: 01.10.2006 - 30.04.2007

Das Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB) der Universität Leipzig wurde durch das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) der Stadt Leipzig mit einer neutralen Managementberaterfunktion für die Leipziger Pilotprojekte „Gründerzeit Erleben“ und „Internationales Quartier“ beauftragt.

Schwerpunkt der Beratung bildet die Festigung bzw. Stärkung der Public-Leader-Funktion des Auftraggebers, um so Kooperationen entsprechend initiieren, managen und koordinieren zu können. Darüber hinaus geht es um ganz konkrete Lösungsvorschläge für prozess- und managementbasierte Umsetzungsprobleme der Leipziger Pilotprojekte in Form von Finanzierungs-, Betreibermodellen, Vermarktungsstrategien etc. Darüber hinaus kommt es auf Basis der Ergebnisse des Projektes "Fallstudien im Bereich Stadtentwicklung im Rahmen des EU-Projektes CoUrbIT" und unter Berücksichtigung des konkreten Anwendungsbezugs der beiden Pilotprojekte „Gründerzeit Erleben“ und „Internationales Quartier“ zum Einholen weiterer, externer Expertise anhand ausgewählter Kriterien.

Durch den konkreten Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern des ASW und den Hauptakteuren von ausgewählten PPP-Projekten sollen die realen Gegebenheiten vor Ort, die Wissensbestände als auch die Erfahrungswerte der handelnden Akteure im Hinblick auf die Initiierung, das Management und die Umsetzung der PPP-Projekte eruiert werden. Die Bearbeitung des Projektes erfolgt stets in in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber und stets in Relation und Rückkopplung zu den Leipziger Pilotprojekten. Die gesamten im Rahmen des Projektes gesammelten Erkenntnisse, Erfahrungen sowie Schlussfolgerungen werden entsprechend den Vorgaben der Bocconi Universität (Mailand/Italien) aufbereitet und dokumentiert.

Initiierung der Produktion von modularen, multimedial-unterstützten Weiterbildungsangeboten an der Universität Leipzig

Im Rahmen der Ausschreibung von IHK-Förderungen von Projekten mit der regionalen Wirtschaft erhielt das Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB) der Universität Leipzig gemeinsam mit seinem Projektpartner, der urban management systems GmbH (www.um-systems.de), im Juni 2006 den Zuschlag für das Projekt "Initiierung der Produktion von modularen, multimedial-unterstützten Weiterbildungsangeboten an der Universität Leipzig". Ziel des Projektes ist es, das E-Learning-Modul "Urban Management" als Weiterbildungsangebot zu entwickeln.

Unter Nutzung der am ISB existierenden E-Learning-Plattform werden die wesentlichen Inhalte des Themenbereiches "Urban Management" den didaktischen und technischen Anforderungen aufbereitet und als Offline-Version in Form einer CD für Weiterbildungsinteressierte angeboten. Anstöße für diese Entwicklung sind dabei inhaltlicher Natur als auch der Notwendigkeit von neuen, flexiblen Weiterbildungsangeboten geschuldet.

„Integration von Einkaufszentren in die Innenstadt und Darstellung von Möglichkeiten der kleinräumigen Standortsteuerung“, finanziert durch das DSSW

Zeitraum: 05.2006 - 02.2007

Die Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB), RKW Rhode Kellermann Wawrowsky, Architektur + Städtebau und dem GfK PRISMA Institut GmbH & Co. KG ist seit Mai 2006 mit einer Studie zur „Integration von Einkaufszentren in die Innenstadt und Darstellung von Möglichkeiten der kleinräumigen Standortsteuerung“ durch das Deutsche Seminar für Städtebau und Wirtschaft (DSSW) beauftragt.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Leitfadens und einer Checkliste für Kommunen zur Bewertung innerstädtischer großflächiger Einzelhandelsansiedlungen vor allem im Hinblick auf ihre funktionale stadträumliche und architektonische Integration.

Entwicklung eines Frühwarn- und Kontrollsystems zu Unterstützung einer flexiblen Stadtentwicklungsplanung, gefördert vom BMBF

Zeitraum: 01.2004 - 12.2006

"Wir wissen, dass es vor allem die aufmerksame Betrachtung von Wandlungen der Kultur- und Lebenswelten ist, die uns Menschen befähigt, die Welt einigermaßen gut zu verstehen und ihre Entwicklungen und ihren zukünftigen Verlauf einigermaßen im Voraus erkennen können"
(Heinrich Tessenow)

Die Entwicklung der Städte wird derzeit nachhaltig durch strukturelle Veränderungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Dem entsprechend ist ein grundsätzliches Umdenken im Umgang mit aktuellen und zukünftigen Fragestellungen der Stadtentwicklung notwendig. Die Suche nach alternativen Instrumenten zur differenzierten Analyse und Bewältigung der anstehenden Aufgaben in der Stadtentwicklungsplanung ist Anlass dieses Forschungsprojektes.

Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines EDV-gestützten Kontroll- und Frühwarnsystems zur Anwendung in der Stadtentwicklungsplanung. Es soll helfen die Planungsprozesse einer Stadt zu flexibilisieren und das Zusammenspiel von Städten sowie Kommunen einer Region durch die Vereinheitlichung von Datengrundlagen zu vereinfachen. Darüber hinaus kann ggf. eine erweiterte Anwendung des Systems auf überregionaler Ebene angestrebt werden.

Grundlage dafür ist eine komplexe Analyse sowohl der aktuellen als auch der vergangenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation einer Stadtregion mit Augenmerk auf die Entwicklungsdynamik der letzten 5-10 bzw. der nächsten Jahre. Resultierend daraus sind vergleichbare, die Stadtentwicklung bestimmende Indikatoren herauszufiltern und mit entsprechendem Datenmaterial zu unterlegen. Wesentlich für die Bewertung und damit Entscheidungsgrundlage für Handlungsansätze ist die Ermittlung von "Schwellenwerten" für die einzelnen Indikatoren. Die anschließende Wichtung der identifizierten Kennzahlen erfolgt mit Hilfe eines neu zu entwickelnden Bewertungssystems. Auf dieser Funktionsgrundlage basiert die Entwicklung eines interkommunal kompatiblen Kontroll- und Frühwarnsystems.

Durch die Zusammenarbeit zwischen Projektpartnern aus den Bereichen der Stadtentwicklung (Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft), der kommunalen Gebietskörperschaften (städtischer Partner) und der Unternehmensberatung (in.nova Gesellschaft für Unternehmensentwicklung mbH) wird sowohl die fachlich fundierte Basis als auch der notwendige Praxisbezug für die Erarbeitung ganzheitlicher Lösungsansätze angestrebt.

Die abschließende technische Realisierung dieser Aufgabe und deren exemplarische Testanwendung wird über die enge Zusammenarbeit mit einem Projektpartner aus der städtischen Verwaltung (Stadt Forst) und einem Wirtschaftsunternehmen (innova)gewährleistet.

Vereinfachte Einschätzung des volkswirtschaftlichen Nutzens des Leipziger Selbstnutzerprogramms

Zeitraum: 15.08.2006 - 15.09.2006

Als Gegentrend zu der anhaltenden Suburbanisierung und zur Förderung des innerstädtischen Wohnens initiierte das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) der Stadt Leipzig bereits 2001 das Selbstnutzerprogramm (www.selbstnutzer.de).

Das Programm hat sich dabei die Bildung bzw. die Förderung von Wohneigentum im Innenstadtbereich zum Ziel gesetzt. Die zwei Säulen des Programms sind dabei zum einen die Sanierung von Altbauten zur Bildung von Wohneigentum (z.T. aus städtischen Beständen) und der Neubau von Stadthäusern (Einfamilienhäusern) auf innerstädtischen Flächen. Dies erfolgt durch den Zusammenschluss von Interessenten in Käufergruppen, die dann eigenständig den Neubau bzw. die Sanierung durchführen. Die Stadt Leipzig sowie das von ihr finanzierte Beraterteam der immothek tritt dabei als Moderator und Berater in der Startphase und im Verlauf des Projektes auf (z.B. durch Infoveranstaltungen, Besichtigungsfahrten, Käufergruppenbildung, Beratung zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten). Bisher wurden nur die qualitativen Auswirkungen des Programms untersucht. Im Rahmen dieses Projektes sollten nun die augenscheinlichen qualitativen Vorteile, wie z. B. der Instandsetzung der Bausubstanz, der längerfristigen Bindung der Bewohner an die Stadt, die Erhöhung der Eigentumsquote, der Revitalisierung von Brachen oder der Aufwertung von Stadtquartieren, auch quantitativ gestützt werden.

Der Volkswirtschaftliche Nutzen dieses Programms als Wohlfahrtsmaß zeigt sich dabei auf sehr vielfältige Art und Weise. Um dieser Vielfältigkeit und Komplexität begegnen zu können, war es erforderlich Vereinfachungen und vor allem Annahmen zu treffen. Dabei gehen die getroffenen Annahmen in ihrer Gesamtheit davon aus, dass durch das Leipziger Selbstnutzerprogramm Individuen die Möglichkeit gegeben wird, Konsumpräferenzen zu bilden. Im Ergebnis bedeutet das Leipziger Selbstnutzerprogramm für die kommunalen Haushalt z. B. direkte Einnahmen aus den Verkäufen von Grundstücken und Immobilien sowie den Erhalt und Generierung von Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen. Als indirekt beeinflussbare Größen sind Einsparungen im Bereich von Infrastrukturmaßnahmen, die getätigten Bauinvestitionen und die Bewahrung von Kaufkraft in der Stadt anzuführen. Gleichzeitig müssen ausgabenseitig die Aufwendungen für die Betreuung des Projektes in Form von Beratungs- und Moderationsleistungen berücksichtigt werden.

Optimierung der Prozesse der Ausschreibung, der Vergabe und der Kalkulation anhand eines konkreten Pilotprojektes (Mehrfamilienhaus)

Zeitraum: 05.2004 - 04.2006

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, den gesamten Prozess von der Planung, über die Ausschreibung, Vergabe, die Ausführung bis hin zur Abrechnung an einem realen Projekt parallel zu den konventionellen Herangehenswiese, in einer umfassenden digitalen Projektabwicklung zu begleiten, zu beachten, zu bewerten und schließlich zu optimieren.

Fallstudien im Bereich Stadtentwicklung im Rahmen des EU-Projektes CoUrbIT

Zeitraum: 01.12.2005 - 31.01.2006

Im Auftrag des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) der Stadt Leipzig wurden auf Basis der Methodologie der Bocconi Universität (Mailand/Italien) sowie nach differenzierter Recherche der Ziele des EU-Projektes CoUrbIT (Complex Urban Investment Tools) zunächst Auswahlkriterien für partnerschaftliche Projekte der Stadterneuerung in Deutschland abgeleitet und entwickelt.

Ausgehend von der Auswahl und groben Aufarbeitung von ca. 50 Fallstudien, wobei Beispiele aus der Stadt Leipzig sowie aus Städten mit vergleichbaren Problemen und Potenzialen bei Maßnahmen der Stadterneuerung überproportional Berücksichtigung fanden, wurden ca. 10 Fallstudien ausgewählt und umfassend dargestellt, die Vorbildcharakter haben und somit Ansätze für die zukünftige Arbeit der Stadterneuerung in Leipzig aufzeigen.

Unter der Notwendigkeit, dass für diese 10 Fallstudien alle notwendigen Daten zur Klassifizierung gemäß der Methodologie der Bocconi Universität zur Verfügung standen, wurden abschließend 3 Fallstudien als deutscher Beitrag für die Entwicklung eines allgemeinen Steuermodells empfohlen.

Raumstrukturelles Leitbild Halle (Saale) - vertiefende Betrachtung des Bereiches Halle-Ost

Zeitraum: 07.2004 - 03.2005

Ausgehend von den analytischen und strategischen Aussagen zur Entwicklung der Stadt Halle (Saale), die im Rahmen der Arbeit „Entwicklung eines raumstrukturellen Leitbildes für die Stadt Halle (Saale)“ getroffen wurden, ist es Aufgabe dieser Untersuchung, die formulierten Leitbildvorstellungen für den Hallenser Osten auf kleinerer Maßstabsebene zu überprüfen, zu modifizieren und zu konkretisieren.

Speziell das Bild des „ländlich geprägten Wirtschaftsraumes“, welches den Osten Halles und damit u.a. die hohe Heterogenität dieses Gebietes beschreibt, wird hinterfragt, angepasst und mit konkreten Inhalten und Zielen ausgefüllt.

Mit Hilfe der Erstellung eines Stärken-Schwächen-Profils und der Identifizierung von raumstrukturprägenden Standorten (Schlüsselbereichen) wird eine fundierte Grundlage für die Überarbeitung der Stadtraumcharakterisierung gelegt.

Darauf aufbauend bilden die Erkenntnisse über die Verflechtungsbeziehungen mit der Gesamtstadt und der Region Halle-Leipzig, insbesondere die Untersuchung der wirtschaftsräumlichen, verkehrsräumlichen und naturräumlichen Zusammenhänge, die Grundlage für die Zusammenfassung einzelner Stadtbereiche zu raumstrukturprägenden Standorten (siehe Abb. Charakteristische Stadtbereiche).

Darüber hinaus ist es Ziel der Untersuchung, die Rückschlüsse der gewonnenen Erkenntnisse für den Hallenser Osten mit den Zielvorstellungen des Entwurfs zum Raumstrukturellen Leitbild für die Stadt Halle (Saale) abzugleichen. Die daraus resultierenden Modifikationsanforderungen an das gesamtstädtische Leitbild werden sowohl inhaltlich als auch räumlich konkretisiert.

Öffentlich-rechtliche Restriktionen beim Bauen im Bestand in der Innenstadt

Zeitraum: 11.2004 - 03.2005

Ziel dieses Forschungsberichtes ist die Darstellung möglicher öffentlich-rechtlicher Rahmenbedingungen, die das Bauen im Bestand in der Innenstadt tangieren und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen signifikant beeinflussen.

Gegenstand der Untersuchungen sind die öffentlich-rechtlichen Vorschriften des Bundes, des Landes NRW sowie die rechtlichen Instrumente der Kommunen. Im Forschungsbericht werden zunächst das Bauplanungsrecht, anschließend das Bauordnungsrecht und abschließend das Baunebenrecht hinsichtlich ihrer Relevanz für das Bauens im Bestand in der Innenstadt analysiert.

Leitfaden für Nachhaltiges Bauen im Gebäudebestand

Zeitraum: 01.08.2003 - 30.09.2004

Zielstellung des Forschungsprojekts war die Erstellung eines Leitfadens zum Nachhaltigen Bauen im Gebäudebestand für alle Gebäude im Geltungsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie für die Gebäude des Bundesministeriums für Verteidigung.

Evaluierung der landesweiten Einführung des Sächsischen Energiepasses

Zeitraum: 02.2004 - 04.2004

Nach der landesweiten Einführung des Sächsischen Energiepasses im Jahr 2003 wurde das Institut im Frühjahr 2004 mit der Evaluierung der bis dahin erstellten 7100 Energiepässe beauftragt. Mit dieser Untersuchung wollte der Auftraggeber die Qualität des Energiepasses sicherstellen sowie die Effekte, welche aus der Erstellung des Passes bezüglich der Energieeinsparung, CO2-Emissionsminderung und dem Klimaschutz resultieren, ermitteln.

Brachflächenerhebung in Gewerbegebieten der Stadt Halle (Saale) im Hinblick auf ein aktives Flächenmanagement

Zeitraum: 2000 - 2004

Prozessidentifikation und -entwicklung des betrieblichen Immobilienmanagements im tertiären Sektor

Zeitraum: 04.2000 - 07.2003

Ziele des Forschungsvorhabens war die Ermittlung des Entwicklungs- und Kostensenkungspotentials von Immobilien durch ein ganzheitliches Immobilienmanagement.

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Entwicklung eines raumstrukturellen Leitbildes für die Stadt Halle (Saale)

Zeitraum: 04.2002 - 12.2002

Das Projekt soll Möglichkeiten für einen "geplanten Rückzug" in Form eines raumstrukturellen Leitbildes aufzeigen. Dieses soll dazu dienen, den nicht abzuwendenden Schrumpfungsprozess so zu gestalten, dass er der Stadt Halle als "Gesundschrumpfen" von Nutzen ist und neue Qualitäten in Raum- und Nutzungsstrukturen mit sich bringt.

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Wettbewerbsbeitrag zum Wettbewerb Stadtumbau-Ost für die Stadt Halle (Saale), Drittmittelprojekt

Zeitraum: 2001 - 2002

Voruntersuchungen zur städtebauliche Entwicklung eines ehemaligen Kasernenareals in Niederlehme zu einem Wohn-/ Mischgebiet, Drittmittelprojekt

Zeitraum: 2000 - 2002

Städtebaulicher Entwurf (Alternativendiskussion) für ein ehemaliges Kasernenareal in Niederlehme zur Gestaltung als Wohn-/ Mischgebiet, Drittmittelprojekt

Zeitraum: 2000 - 2002


letzte Änderung: 07.02.2017