Wissenschaft und Wirtschaft  im Dialog  

Projektbeschreibung

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Unter dem Schlagwort „Wissens- und Technologietransfer“ engagieren sich Hochschulen der Wissenschaftsregion Leipzig zunehmend strategisch und systematisch im Aufbau von Kooperationsbeziehungen zur regionalen Wirtschaft. Kooperationen im Bereich von Studium/Lehre und bei der bedarfsgerechten Qualifikation der Studierenden bzw. der gezielten Rekrutierung von Absolventen/innen wurden dabei allerdings bislang kaum entwickelt. Ungeachtet einzelner erfolgreicher Initiativen ist das Potenzial einer Zusammenarbeit auf diesem Gebiet bisher nicht systematisch erhoben oder genutzt worden. Weder an den Hochschulen noch in der Wirtschaft scheint ein klares Bewusstsein über die Chancen der Zusammenarbeit sowie Modelle der Durchführung zu herrschen. Das fällt umso mehr ins Gewicht, als die Internationalisierung des Geschäftsverkehrs, der zunehmend spürbare Fach- und Führungskräftemangel sowie Klagen der Wirtschaft über fehlende Kompetenzen der Hochschulabsolventen im Kontext globalen wirtschaftlichen Handelns nur auf der Basis von frühzeitig ansetzender Kooperationen der Akteure langfristig erfolgreich zu bewältigen sind.

 

Das Akademische Auslandsamt der Universität Leipzig koordiniert im Rahmen des Arbeitskreises „Internationales“ der Wissenschaftsregion Leipzig ab 1. Juni 2014 ein Projekt, das genau an dieser Stelle ansetzt. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaftspädagogik und den Koordinatoren des Programmes „sept – small enterprise promotion and training“ am Institut für Afrikanistik sollen Zusammenhänge zwischen bestehenden Studieninhalten und Anforderungen potenzieller Arbeitgeber kritisch untersucht und schließlich curriculare Kooperationen angebahnt werden. Als Projektpartner unterstützen weitere Hochschulen und Forschungszentren wie beispielsweise das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung das Vorhaben. Auch die Stadt Leipzig, übergreifende Wirtschaftskammern wie die Industrie- und Handelskammer Leipzig und konkrete Unternehmen wurden für die Zusammenarbeit an Bord geholt. Das Projekt wird durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) gefördert und soll nach einer bereits bis Ende 2014 erfolgten Zusage noch bis Ende 2015 fortgesetzt werden.

 

Im Projektverlauf werden im Bereich „export management“ kleinerer und mittlerer Unternehmen zunächst die gegenüber den Absolventen/innen bestehenden Qualifikationsanforderungen mit internationaler Ausrichtung systematisch erhoben. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wird im Dezember 2014 ein Workshop ausgestaltet, der die Perspektiven der Hochschulen und die der Unternehmen zusammenbringt und in der Diskussion Synergien und praxisnahe Möglichkeiten der Zusammenarbeit identifizieren soll. Anschließend werden konkrete Kooperationen initiiert, die bestehende Curricula in ihrer inhaltlichen und didaktisch-methodischen Ausgestaltung bedarfsgerechter und praxisorientierter anreichern. So kann die Region frühzeitig in der Lehre den Bedarf späterer Arbeitgeber und Erprobungsmöglichkeiten für Studierende berücksichtigen. Damit wird die Arbeitsmarktfähigkeit („employability“) der Absolventen in der Region zielgerichtet gefördert und diese gleichzeitig mit kompetentem Fach- und Führungspersonal gestärkt.

 

Methodik und Arbeitsergebnisse können im Anschluss im Sinne eines Modellprojektes für den gesamten „Campus Sachsen“ nutzbar gemacht werden.


letzte Änderung: 17.07.2014 

Kontakt

Gern sind wir bereit, Ihnen weitere Informationen über unsere Zusammenarbeit und Forschungsergebnisse zu geben.

Wenden Sie sich hierfür an:

Prof. Dr. Fritz Klauser
E-Mail: bwp(at)uni-leipzig.de

M.Sc. Josephine Kröber
E-Mail: josephine.kroeber(at)uni-leipzig.de

Telefon: +49 341 97- 31482
Telefax: +49 341 97- 31489

Institut für Wirtschaftspädagogik
Grimmaische Straße 12
04109 Leipzig