Die Transferaktivitäten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät decken in unterschiedlicher Ausprägung nahezu ausnahmslos alle in der Transferstrategie der Universität Leipzig herausgehobenen Tätigkeitsfelder ab.

  1. Wissen anwenden (Gründung, FuE und wissenschaftliche Dienstleistung),
  2. Wissen vermitteln (Weiterbildung, Service Learning, Ausbildung von Fach- und Führungskräften, Museen und Sammlungen),
  3. Beraten (wissenschaftliche Beratung und Coaching, Gutachten, Mitwirkung in externen Gremien und
  4. Wissen kommunizieren (Medien, Veranstaltungsformate)
Frau vor Glühbirne
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Die Wissensanwendung kommt insbesondere bei folgender Schwerpunktsetzung der Fakultät zum Tragen:

  1. Gründung
  2. FuE und wissenschaftliche Dienstleistung

1. SMILE

Business Plan
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Die Selbst Management Initiative Leipzig (SMILE) ist das zentrale interfakultäre Transferprojekt der Universität Leipzig zur Förderung von Ausgründungen sowie beruflicher und persönlicher Selbstständigkeit von Studierenden, Forschenden und Absolventen in Leipzig. In Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Leipzig konnten mehr als 400 Gründungen in den letzten zehn Jahren erfolgreich begleitet werden. SMILE finanziert sich aus Mitteln der EU, des Freistaates Sachsen und der Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer. SMILE ist durch den starken Transferbezug ferner ein Projekt zur Unterstützung des Regionalen Wissenschaftsraumes Leipzig.

Selbstverständlich gehören auch Professoren, Wissenschaftliche Mitarbeitende und Studierende der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu Gründern von Unternehmen. Diese reichen von einer Vielzahl von kleineren Unternehmen (z.B. im Bereich der Gründungen, die im Kontext studentischer Initiativen entstehen) und freiberuflichen Tätigkeiten bis hin zur Gründung von GmbHs, mit einer bereits in der Gründungphase nennenswerten Zahl von Mitarbeitenden. So konnten in den vergangenen 10 Jahren mehr als 15 Unternehmensgründungen durch Mitglieder der Fakultät erreicht werden. Außerdem engagieren sich verschiedene Hochschullehrende als Mentoren für studentische Gründerteams an der Universität Leipzig.

SMILE

2. FuE und wissenschaftliche Dienstleistung

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Unternehmen bearbeiteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät jährlich Projekte mit einem Vertragsvolumen von rund 565 TSD Euro (2019). Gegenstand dieser über Mittel aus der Wirtschaft geförderten Projekte sind kundenspezifische Aufgabenstellungen aus der Forschung, forschungsnahen Dienstleistungen und Beratungen.

Ein nennenswerter (teilweise indirekter) Wissenstransfer findet im Rahmen in einer Vielzahl von anwendungsnahen Verbundforschungsvorhaben statt, die z.B. über die EU, das BMBF, das BMWi, das ZIM-Programm oder die SAB gefördert werden.

Eine wichtige Rolle in Bezug auf den Transferbereich „FuE sowie wissenschaftliche Dienstleistungen“ der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät spielen darüber hinaus das Kompetenzzentrum für Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. (KOWID) und das Institut für Angewandte Informatik e.V. (InfAI).

Das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. ist ein interdisziplinärer Verbund in Form eines gemeinnützigen Vereins von derzeit 16 Professuren und Instituten, die sich wissenschaftlich-praxisorientiert mit Fragestellungen der Infrastrukturforschung befassen. Die Professuren und Institute des Zentrums umfassen die Disziplinen Ökonomie, Jurisprudenz, Infrastrukturentwicklung, Politikwissenschaft, Gesundheitsökonomie, Pädagogik und Verwaltungswissenschaften. Das Zentrum hat seinen Sitz in Leipzig und ist mit den regionalen Akteuren eng vernetzt. Thematisch arbeitet das Zentrum allerdings auch deutschlandweit sowie zu europäischen Fragestellungen. Inhaltliche Schwerpunktthemen bilden die Energiewirtschaft, Mobilität, Wohnungswirtschaft, Wasserver- und Abwasserentsorgung, öffentliche Finanzen, Verwaltung, Themen der Zusammenarbeit verschiedener Akteure (interkommunal und öffentlich-private Partnerschaft), Smarte Infrastrukturen, Daseinsvorsorge, Wettbewerb und die Gesundheitswirtschaft.

KOWID

 

Das Institut für Angewandte Informatik e. V. (InfAI) wurde 2006 zum Zweck der Förderung von Wissenschaft und Forschung auf den Gebieten der Informatik und Wirtschaftsinformatik gegründet. Seit 2008 ist das Institut ein anerkanntes An-Institut der Universität Leipzig, in dem sich mehrere Professuren der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät engagieren. Es hat sich seither zu einem der größten und drittmittelstärksten Forschungsinstitute der Universität Leipzig entwickelt. Der Fokus der Arbeiten liegt dabei auf den Bereichen Big Data, Logistik, Energiewirtschaft und Dienstleistungsforschung.

InfAI

Die Fakultät legt in der Wissensvermittlung Wert auf folgende Schwerpunkte:

  1. Weiterbildungen erfolgen durch ein attraktives Angebot an Masterstudiengängen. Zugangsvoraussetzung ist hier in der Regel eine mindestens einjährige berufspraktische Erfahrung nach dem ersten berufsqualifizierenden Examen. Weiterbildungsmasterstudiengänge
  2. Service Learning wird durch das Angebot eines Schlüsselqualifikationsmoduls „Klimakrise und Lösungsmöglichkeiten“ universitätsweit für alle Studierenden gewährleistet, die sich im Kontext der Klimadebatte für das Themenfeld des globalen Klimawandels interessieren.
  3. Die Ausbildung von Fach und Führungskräften erfolgt durch das Internationale SEPT-Programm (Small Enterprise Promotion and Training), in dem Managementkompetenzen bei Studierenden anderer Fakultäten entwickelt werden. Dazu gehört z.B. die Exportmanager Ausbildung, die sich insbesondere an Studierende der Regionalwissenschaften wendet oder die International Online Marketing Challenge in Kooperation mit der Internationalisierungsoffensive des Freistaates Sachsen, die Studierende aller Fakultäten und insbesondere ausländische Studierende einlädt, gemeinsam mit Unternehmen online-basierten Marketingstrategien für Märkte weltweit zu entwickeln. Durch das Engagement von SEPT ist die Fakultät auch Partner der Leipziger Fachkräfteallianz. SEPT Programm
  4. Die Fakultät legt besonderen Wert auf die Einbindung von Honorarprofessuren in Forschung und Lehre. Diese hochrangigen Vertreter aus Politik und Wirtschaft bringen regelmäßig ihre Expertise in die Lehre aber auch in die Forschung der Fakultät mit ein. Professorenschaft
  5. Museen und Sammlungen würde man bei einer Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät womöglich nicht erwarten. Die Fakultät und das Institut für Kunstpädagogik der Schwesterfakultät für Geschichte, Kunst und Regionalwissenschaften führen jedoch regelmäßig seit 2009 die SCHICHT-Ausstellung im Institutsgebäude der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät durch. Diese Kunstausstellung ermöglicht es jedes Jahr den Bachelorstudierenden im Studiengang Kunstpädagogik ihre künstlerischen Abschlussarbeiten einem breiten Publikum zugänglich zu machen (Zur Ausstellung). Ferner zeigt insbesondere die Wirtschaftsinformatik ein herausragendes Engagement. Besonders hervorzuheben ist das „Logistics Living Lab – Das Logistik-Labor der Universität Leipzig“, das sich in der Mädler-Passage befindet und vom BMBF gefördert wird. Das Logistics Living Lab ist ein offener Raum für Innovation, Demonstration und Kollaboration, um den Logistik-Herausforderungen von morgen mit innovativen Informationssystemen und -technologien zu begegnen. Ein systematischer Forschungsprozess führt Logistikakteure aus Industrie, Wissenschaft und Verwaltung zusammen, um die Logistik von morgen effizienter, grüner und sicherer zu gestalten (Logistics Living Lab). Darüber hinaus ist die Sammlung historischer Computer und dazugehöriger Software zu nennen, die bei passenden Gelegenheiten der Öffentlichkeit präsentiert wird (z.B. den Campus-Tagen oder der Veranstaltung „Lange Nacht der Wissenschaften")

 

 

 

 

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät berät Unternehmen sowie politische Entscheidungsträger. Im Vordergrund stehen:

  1. Wissenschaftliche Beratung und Coaching im Rahmen von Verbundprojekten oder Auftragsforschung von Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und/oder staatlichen Akteuren (EU, Bund, Länder und Kommunen).
  2. Gutachtenerstellung und Beratungsaktivitäten als z.B. öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige oder im Rahmen eines freiberuflichen Engagements.
  3. Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien, bspw. im Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), im IEA Bioenergie Task 40 (Bioenergy Trade), im Bioökonomierat der Bunderegierung, im Board of the German Economic Society, im unabhängigen Beirat des Stabilitätsrats sowie in weiteren Beiräten, Kuratorien und Aufsichtsräten.
  4. Einbringen von Expertise im Rahmen öffentlicher Anhörungen im Bundestag oder Bundestagesauschüssen, in Landtage oder deren Ausschüsse.
  5. An-Institute und Vereine, darunter das Institut für Angewandte Informatik e.V. (InfAI), dem eine bedeutende Rolle in der Anwendung der Forschungsergebnisse insbesondere aus dem Bereich der Informatik zukommt (InfAI). Ebenfalls schon über zehn Jahre aktiv ist der Zusammenschluss von mehreren Professuren, deren Forschungsobjekte dem Bereich der Services of General Interest zuzuordnen sind. Der gegründete Verein firmiert seit 2019 unter dem Namen „Kompetenzzentrum für Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. (KOWID)“ und konnte sich national und auf EU-Ebene im Bereich Beratung und Begutachtung etablieren. KOWID

Um unsere wissenschaftliche Expertise zu nutzen kontaktieren Sie bitte direkt die jeweiligen Institute, Professuren oder Vereine. Gern hilft Ihnen auch das Dekanat bei der Kontaktvermittlung.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät stellt ihre Expertise der breiten Öffentlichkeit über Medienbeiträge oder verschiedene Veranstaltungsformate zur Verfügung.

So werden Forschungsergebnisse regelmäßig über Beiträge und Interviews in überregionalen Zeitungen (z.B. Börsenzeitung, FAZ, FAS, Neue Züricher Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Welt am Sonntag, New York Times) und Zeitschriften (z.B. Focus, Focus Money, Spiegel, Weltwoche, Wirtschaftswoche) sowie Radio- und Fernsehinterviews (z.B. BBC, MDR, Deutsche Welle, Deutschlandfunk, RTL, Tagesschau, VoxEU, ZDF, Bloomberg) national und international sichtbar.

Aber auch das reguläre Vorlesungsprogramm der Fakultät wird ergänzt durch mehrere Ringvorlesungen und Vortragsreihen. Diese richten sich sowohl an Hörerinnen und Hörer aus dem Bereich der Universität, stehen darüber hinaus aber auch externen Interessenten offen. Beispielhaft zu nennen sind insbesondere

zu denen regelmäßig herausragende Vertreter aus Politik und Wirtschaft nach Leipzig eingeladen werden und die innerhalb und außerhalb der Universität auf große Resonanz stoßen.

Darüber hinaus stellt das

  • „Economics Research Seminar“ eine Plattform für externe Referenten dar, ihre aktuelle Forschungsarbeit vorzustellen und für Fragen und Diskussionen sowohl von Fakultätsmitgliedern aber auch von externen Forschern zur Verfügung zu stehen. ECONOMICS RESEARCH SEMINAR
  • Im Rahmen der „HOT SPOTS::DER STADTENTWICKLUNG“ wird ein öffentliches Podium für alle an der Stadtentwicklung Interessierten organisiert. Hier trifft öffentliche Debatte auf fachspezifischen Diskurs zu (teilweise brisanten) Stadtentwicklungsaufgaben. HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG
  • Im energiewirtschaftlichen Bereich hat die Ringvorlesung „Kraftakt Energiewende“, in der regelmäßig namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vortragen, auch außerhalb der Universität eine große Resonanz gefunden. 
  • Als eine der größten Transferveranstaltungen der Universität ist hier auch die Leipziger Gründernacht zu nennen, die SMILE in Kooperation mit der Sparkasse, der Stadt Leipzig und den Landkreisen jährlich organisiert. Leipziger Gründernacht
  • Im Rahmen des International Start-up Campus wird ein ab 2021 jährliches Born Global Start-up Festival etabliert, welches abwechselnd in Halle, Jena und Leipzig stattfindet. Damit soll eine stärkere Sichtbarkeit der Gründungsförderung erreicht werden. International Start-up Campus

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