Geschichte  

Die Tradition der Wirtschaftswissenschaften in Leipzig reicht zurück bis in das 18. Jahrhundert. Schon in den 1740ern wurden an der Universität Leipzig Vorlesungen zu wirtschaftlichen Themen gehalten. Wegweisend ist das Jahr 1764, in dem der erste Lehrstuhl für „Oeconomic und Cameralwissenschaften“ an der Universität eingerichtet wurde.

Neugründung 1993

Vor allem zur Zeit des Nationalsozialismus, und auch in der DDR war die universitäre Freiheit und Unabhängigkeit stark eingeschränkt.

Die politischen und gesamtgesellschaftlichen Umbrüche der späten 1980er und frühen 1990er umfassten auch tiefgreifende Veränderungen in der Hochschullandschaft und so wurde die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät an der Universität Leipzig 1993 neu gegründet.

In den letzten Jahren haben wir uns auch wissenschaftlich mit unserer Vergangenheit ausein­andergesetzt. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit beschäftigten sich vier Studierende unserer Fakultät ausgiebig mit den Phasen des Merkantilismus (bis ca. 1870), der Jüngeren Historischen Schule und Neoklassik (1870 - 1933), sowie mit der Wirtschaftswissenschaft im Nationalsozialismus (1933 - 1945) und der Wirtschaftswissenschaft in der Nachkriegszeit und in der DDR (1945 - 1989).

Heute umfasst die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig mehr als 30 Professuren, die den Fachbereichen Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftspädagogik zugeordnet sind, ergänzt durch sechs Professuren mit technischer Kompetenz.

Seit 2009 – dem 600-jährigem Jubiläum der Universität Leipzig – ist die Wirtschaftswissen­schaftliche Fakultät Teil des Campus Augustusplatz und hat somit wieder ihren Platz in der Mitte der Stadt Leipzig gefunden.

Interdisziplinäre Wirtschaftswissenschaften

Das Verständnis der Wirtschaftswissenschaften als ganzheitliche Wissenschaft äußert sich in Leipzig unter anderem in einem breiten Studienangebot, der anwendungsorientierten Lehre und dem Wirken von Lehrenden aus den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen und wirtschaftlichen Bereichen.

Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang vor allem die Aufbaustudiengänge an der Schnittstelle von Wirtschaftswissenschaften und Technischem Management, wie beispielsweise

  • der deutsch-russische Master-Studiengang International Energy Economics and Business Administration,
  • der internationale MBA-Studiengang Small Enterprise Promotion and Training,
  • der Master of Science in Urban Management
  • das International Joint Master Programme in Sustainable Development,
  • und der Master of European Economic Integration Central and Eastern Europe.

Vor allem im Rahmen dieser Studiengänge werden neue Aufgabenfelder erschlossen, Perspektiven ausgetauscht und Kompetenzen gebündelt.


letzte Änderung: 28.04.2011