10/18/18

Masterarbeit: Klimaneutrale Wohngebäude 2050

Klimaneutrale Wohngebäude 2050

Standortbestimmung und Handlungsoptionen unter den Rahmenbedingungen des Berliner Energiewendegesetzes am Beispiel eines kommunalen Wohnungsunternehmens.

Ausgangslage

Am 17.03.2016 wurde vom Berliner Abgeordnetenhaus das Energiewendgesetz beschlossen. Danach soll das Land Berlin bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen sollen bis dahin um mindestens 85 % im Vergleich zu den Emissionen im Jahr 1990 reduziert werden. Diese Reduktion muss auch im Wohngebäudebereich erreicht werden. Die notwendigen Kohlendioxidemissionen können durch die Kombination von Energieeffizienz im Gebäude, Versorgung mit erneuerbaren Energien und effizientes Nutzerverhalten erreicht werden. Neben dem Energiewendegesetz gibt es u.a. die folgende Erwartungen und Ziele, die sich teilweise widersprechenden und zusammengeführt werden müssen (u.a. Nutzerwartungen, Kostenaspekte, Hemmnisse bei der Sektorkopplung). Für Wohnungsbauunternehmen sind daher langfristige Strategien notwendig die Komfort, niedrige Betriebskosten, Wirtschaftlichkeit und Klimaneutralität ermöglichen.

Fragestellung

Die Umsetzung des Energiewendegesetzes im Wohnungsbereich bedarf der Untersetzung mit einem konkreten Mengengerüst an energiebedingten Kohlendioxidemissionen, die aktuell emittiert und bis 2050 zulässig sind. Um zu einer hohen Klimagaswirksamkeit zu kommen spielt dabei nicht nur die Erreichung des Ziels in 2050 eine Rolle, sondern auch der Transformationspfad dorthin, also wann welche Maßnahmen ergriffen werden. 

Das Ziel der Masterarbeit ist es, diese Informationen systematisch zu generieren und verschiedene Szenarien für die Erreichung der Vorgaben des Energiewendegesetzes abzuleiten. Dies soll beispielhaft für den aktuellen und zukünftigen Gebäudebestand der Howoge erfolgen. Dazu sollen unter Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowohl die aktuellen als auch die in 2050 zulässigen energiebedingten Kohlendioxidemissionen ermittelt werden. Darauf aufbauend sollen – ebenfalls möglichst unter Nutzung energiepolitischer Informationen – Transformationspfade zur Erreichung der Reduktion abgeleitet werden und die damit verbundenen kumulierten energiebedingten Kohlendioxidemissionen („Budgets“) ermittelt werden. In einem nächsten Schritt werden verschiedene Handlungsfelder (Dämmung, erneuerbare Wärme, Mieterstrom etc.) auf ihren Budgetbeitrag hin analysiert und bewertet. In einem letzten Schritt soll die Diskussion erfolgen, wie unter der Beachtung der Langfristziele bis 2050 und der Transformationspfade ein Nachweis für ein Klimaneutrales Gebäude geführt werden kann.

Ansprechpartner: Daniela Thrän

daniela.thraen@ufz.de


 

 


letzte Änderung: 18.10.2018