HOT SPOTS:: DER STADTENTWICKLUNG  

Die Veranstaltungsreihe ist ein etabliertes Format in Form eines öffentlichen Podiums für alle an Stadtentwicklung Interessierten.
Unter HOT SPOTS verstehen die Veranstalter Orte und Themen, an denen sich öffentliche Debatte und fachspezifischer Diskurs zu (teilweise brisanten) Stadtentwicklungsaufgaben begegnen. Mit HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG soll der Blick auf diese Brennpunkte und auf die Notwendigkeit eines vernetzten Denkens und Handelns gelenkt werden. Die Vortragsreihe widmet sich semesterweise neuen Themenfeldern aus dem Kontext unserer gebauten Lebensräume.

Bei der Teilnahme an fünf Veranstaltungen der Vortragsreihe bzw. an Universitäten und Hochschulen in Sachsen mit Architektenausbildung wird dies von der Architektenkammer Sachsen als Fortbildung anerkannt. Bitte bringen Sie den Fortbildungsnachweis der Architektenkammer Sachsen zu den Veranstaltungen mit.

HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG – April bis Juli 2016

Das Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB) der Universität Leipzig lädt, unterstützt durch die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. (SRL e.V.) und die Stiftung Lebendige Stadt, zu dieser Veranstaltungsreihe ein.

Im Sommersemester 2016 werden die HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG erstmals in Kooperation mit dem Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) der Stadt Leipzig stattfinden.

Die gemeinsame Staffel trägt den Titel „Bezahlbares Wohnen in der wachsenden Stadt“. Damit greift die Vortragsreihe ein Thema auf, das die Leipziger Debatte gegenwärtig intensiv beschäftigt. Die Stadt wächst kontinuierlich - die hohe Nachfrage führt zu Neubewertungen von Standorten und Wohnraumangebot. Leipzig gilt als „günstig und lebenswert“. Kann es dieses „Label“ auch in Zukunft noch zurecht tragen? Wenn ja, wie?

Referenten


Do. 21.04.2016

Bernhard Hummel, Lisa Rochlitzer (freiberufl. Architekten und ehrenamtliche Berater des Mietshäuser Syndikats, Berlin)

„Günstiges Bauen durch komplexe Planung – selbstverwaltete und kommunale Projekte ohne Privateigentum“

Eigentlich ist es einfach. Bezahlbares Wohnen kommt im Wesentlichen durch drei Faktoren zustande:
- günstig und gut Bauen
- günstig und langfristig Betreiben
- keine Rendite und Spekulationsgewinne aus dem Wohnen.

Diese drei Faktoren sind in vielen Bereichen umgesetzt und können auch nur zusammen wirklich funktionieren, um dauerhaft bezahlbares Wohnen zu garantieren. An verschiedenen aktuellen, selbstverwalteten und kommunalen Beispielen wird dieser Zusammenhang gezeigt. Mit einer aufwendigen Planung ist es möglich, günstig und gut zu bauen. Denn günstig Bauen ist komplexer als teuer Bauen. Wichtig ist es aber, dass die Einsparungen bei den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern ankommen und nicht der Renditesteigerung der privaten Eigentümer dienen.

 

Do. 19.05.2016

Jens Gerhardt, Jan Schaaf (Koordination Netzwerk Leipziger Freiheit, Leipzig)

„Die Netzwerkinitiative für kooperative Bau- und Wohnprojekte in Leipzig“

In Zeiten des Wachstums ist der Erhalt der Leipziger Freiheit (und Vielfalt) kein Selbstläufer. Auf dem Leipziger Wohnungsmarkt haben sich bspw. die Spielräume für kooperative Hausprojekte derart verengt, dass der Bestandsmarkt für sie auf kurze Sicht nicht mehr erreichbar ist.

Daher ist es eine dringende Zukunftsaufgabe, dem Anspruch der Leipziger Freiheit in der Wohnungs- und Quartiersentwicklung auch unter Wachstumsbedingungen gerecht zu werden. Das Wohnungspolitische Konzept bezieht hierzu klar Position und titelt: Freiräume für vielfältige Lebensformen als besonderes Merkmal erhalten. Diesem Ziel sind entsprechende Strategien und Instrumente beigestellt, wie die Förderung von kooperativem Bauen und Wohnen durch das Netzwerk Leipziger Freiheit und seine Koordinierungsstelle.

Der Vortrag berichtet von den Herausforderungen des kooperativen Baugeschehens in Leipzig und stellt das Netzwerk aus dem Blickwinkel der Koordinierungsstelle vor. Offen werden die Fragen aufgeworfen, welche Chancen das Netzwerk bietet und wo seine Grenzen liegen.

 

Do. 16.06.2016

Lars Freitag (Provedo GmbH, Leipzig)

„Kostenoptimierung als komplexe Herausforderung - Abhängigkeiten und Lösungsansätze“

Der Beitrag soll aufzeigen welche Abhängigkeiten bestehen und welchen Einfluss diese auf die Baukosten und weitere Themen wie technische Assistenz oder komplexe Gebäuderegelung im energetischen Sinne haben. Warum beeinflusst oder verhindert die ENEV-2014 mit ihrem „Dämmwahnsinn“ die Integration technischer Assistenz oder Gebäudesystemtechnik im Wohnungsbau und wie könnte das Problem zumindest teilweise gelöst werden.

 

Do. 07.07.2016

Rolf Novy-Huy (Geschäftsführer der Stiftung trias, Hattingen)

„Das Erbbaurechtmodell der Stiftung trias zur Förderung von gemeinschaftlichem Wohnen“

Die Stiftung trias, gemeinnützige Stiftung für Boden, Ökologie und Wohnen. Der Name ist Programm.

Keine Spekulation mit Grund und Boden, keine weitere Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen. Ökologie und Nachhaltigkeit müssen wohl nicht mehr erklärt werden und stehen im Kontext von Boden und dem selbstorganisierten gemeinschaftlichen Wohnen. Seit ihrer Gründung arbeitet die Stiftung nicht nur über ihre Erträge sondern im Besonderen über ihre Vermögensanlage. Der Erwerb von Grundstücken mit und für Projekte, zur Sicherung von Freiräumen für das bürgerschaftliche Engagement ist ihr ein Anliegen. Über das Erbbaurecht werden Projektinhalte gesichert und Solidarität praktiziert. Kreative Lösungen für Erbschafts- und Schenkungsfragen, wie auch einen sozialen Umgang mit Immobilien, - die weitergegeben werde sollen, entwickelten sich im Laufe ihres Bestehens zu weiteren Feldern.


letzte Änderung: 11.07.2016 

Kurzinformation

Veranstaltungsreihe:
HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG

 

DONNERSTAGS:

21.04.2016

19.05.2016

16.06.2016

07.07.2016

 

Veranstaltungszeit:
19:00 Uhr - 20:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Seminarraum 1, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig, Grimmaische Straße 12,
04109 Leipzig

Eintritt: frei


Kontakt

Gregor Schneider & Felix Arglist

hotspots(at)wifa.uni-leipzig.de

Veranstaltungsflyer

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Vergangene Veranstaltungen

Wintersemester 2015/2016

Sommersemester 2015