Hauptspalte
HOT SPOTS:: DER STADT- ENTWICKLUNG

HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG
Unter HOT SPOTS verstehen die Veranstalter die Schnittstellen, an denen sich fachspezifischer Diskurs und öffentliche Debatte an brisanten Stadtentwicklungsaufgaben begegnen. Mit HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG soll der Blick auf die Notwendigkeit eines vernetzten Denkens aller am Stadtumbauprozess Beteiligten gelenkt werden. Daher wird das Podium so offen wie möglich gehalten, was sich in der Varianz der Themen der Referenten widerspiegelt.
Die Vortragsreihe richtet sich an alle Akteure der Stadtentwicklung sowie Verantwortungsträger auf kommunaler Ebene und der Wirtschaft. Gleichzeitig bietet das Format der Veranstaltung interessierten Bürgern und Studenten die Möglichkeit teilzunehmen und sich aktiv einzubringen.
Der aktuelle Themenbezug gibt dem Publikum die Möglichkeit, sich über die Lehre und Forschung des ISB thematisierten Forschungsschwerpunkten hinaus zu informieren.
Weitere Informationen zu den HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG erhalten Sie auf den Internetseiten des Masterstudiengangs zum Master of Science in Urban Management.
Beim Besuch aller vier Vorträge der Veranstaltungsreihe wird dies als Fortbildung von der Architektenkammer Sachsen anerkannt. Bitte bringen Sie den Fortbildungsnachweis der Architektenkammer Sachsen zu den Veranstaltungen mit (http://www.aksachsen.org/fileadmin/Image_Archive/Akademie/Formular_Hochschule.pdf).
Termine HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG
Auch in diesem Sommersemester 2012 starten die Leipziger
HOT SPOTS :: DER STADTENTWICKLUNG in eine neue Runde. Das Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft (ISB) der Universität Leipzig und die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V. (SRL e.V.) laden zu dieser Veranstaltungsreihe ein.
In der dreizehnten Staffel möchten wir uns dem Thema „Globale Stadt“ widmen. Dabei steht sowohl die Stadtentwicklung zwischen Identitätsbewahrung und Aufstreben zur globalen Stadt im Vordergrund, als auch die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus, um Synergien schaffen und nutzen zu können.
Als Veranstaltungsort haben wir in diesem Semester erneut die Universität Leipzig mit ihrem zentralen Campus am Augustusplatz gewählt.
Im Raum SR 01 des Institutsgebäudes der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät werden freitags 18.30-20.30 Uhr spannende und interdisziplinäre Diskussionen rund um aktuelle Stadtentwicklungstendenzen geführt.
Die Vorträge
13.04.2012 Jochen Gauly (Bürogemeinschaft Gauly & Heck)
Lebendige Altstädte – Urbane Identitäten. Integrierte Altstadtentwicklung in Rumänien und in der Ukraine.
Im Wettbewerb der europäischen Städte rücken zunehmend weiche, und damit auch kulturelle Standortfaktoren ins Rampenlicht des Stadtumbaus. Unter dem enormen Handlungsdruck, den die wachsende Stadtbevölkerung erzeugt, haben die Schaffung von Zugang zu angemessenem Wohnraum, Infrastruktur, Dienstleistungen und Einkommenschancen Vorrang. Dabei gerät die eigene Urbanisierungsgeschichte, und damit eigenes historisches Kapital für eine urbane Zukunft, oft in Vergessenheit – oder wird sogar zerstört. Besonders zwiespältig gestaltet sich die Situation in historischen Stadtkernen: Zwar verleihen gerade sie den Städten ein Gesicht und stiften kulturelle Identität, doch ihre Bausubstanz, Wirtschaftskraft und soziale Ausstrahlung ist vielerorts akut gefährdet.
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Vorhaben der Kommunal- und Stadtentwicklung in Partnerländern. Einige wenige, aber in der Öffentlichkeit immer sehr präsente Vorhaben, konzentrieren sich dabei auf die Sanierung historischer Städte. Sie stellen sich der komplexen Herausforderung, moderne Stadtentwicklung mit der Bewahrung des kulturellen Erbes zu verknüpfen.
04.05.2012 Beate Ginzel (Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft)
Global vernetzt – lokal verankert. Die Rolle von transnationalen Netzwerken lokaler Bewohnerorganisationen für die Stadtentwicklung in Entwicklungsländern.
Urbanisierungsprozesse in afrikanischen Metropolen sind geprägt durch ein rapides Wachstum marginalisierter Siedlungen sowie sich auflösende räumliche und funktionale Grenzen zwischen Stadt und Land. Defizitäre Infrastruktureinrichtungen, Mangel an Wohnraum und wachsende städtische Armut sind Zeichen dafür, dass die bisherigen, konventionellen Strategien der Stadtentwicklung und Armutsbekämpfung nicht ausreichend greifen. Ineffiziente staatliche Steuerungsstrukturen und fehlende sektor- und ebenenübergreifende Kooperationsformen sind in diesem Kontext signifikante Hemmnisse, die die Funktionsfähigkeit städtischer Systeme nachhaltig gefährden.
Im Zuge einer international geführten Debatte zur Neuausrichtung von Strategien des Stadtmanagements und der Armutsreduzierung fordern Politiker, Planer und Afrika-Experten verstärkt die Entwicklung von integrierten, flexiblen und mehrdimensionalen Kooperationsformen. Netzwerke rücken im Zuge dessen zunehmend in das Blickfeld von Politik und Wissenschaft.
Als ein Beispiel dafür steht das Netzwerk der Tanzania Urban Poor Federation (TUPF) als Teil des transnationalen Netzwerks Shack/slum Dwellers International (SDI) im Fokus des HotSpot-Vortrages am 04. Mai 2012.
Beate Ginzel (Wissenschaftiche Mitarbeiterin am ISB und Vorstandsvorsitzende der Organisation GRASS International e.V.) präsentiert aktuelle Kooperationsstrategien und Projekte des Tansanischen Netzwerks lokaler Initiativen und die Relevanz der transnationalen Kooperation für die Stadtentwicklung in Tansania.
01.06.2012 Ulrich Beyer (SMI Freistaat Sachsen)
Strategien und Handlungsfelder der sächsischen Stadtentwicklungspolitik.
Stadtentwicklung, Städte- und Wohnungsbau haben in Sachsen 20 sehr erfolgreiche Jahre hinter - und viele Jahre mit neuen Aufgaben vor sich.
Die größten Handlungsfelder sind: Der Umgang mit dem demographischen Wandel, die Energie- und Klimaschutzfragen, der Rückgang der finanziellen Möglichkeiten zur Förderung dieses strategisch bedeutsamen und strukturell wirkenden Infrastrukturumbaus.
Vor diesem Hintergrund geht der Referent den Fragen nach, welche fachpolitischen Ziele die sächsische Staatsregierung hat und mit welchen Instrumenten sollen Lösungen erreicht werden

