Forschungsprofil  

Forschungsprofil

Vor dem Hintergrund der derzeitigen ökonomischen, klimatischen und gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigt sich das ISB sowohl in Lehre als auch in Forschung mit den Dimensionen „Raum“, „Akteure“ und „Instrumente“.


Raum, Akteure und Instrumente

Der „Raum“ wird ganzheitlich betrachtet. Relevant sind die physischen Ausprägungen, die funktionalen Verflechtungen und die gesellschaftlichen Vernetzungen sowie Wahrnehmungsmuster. Daraus erwächst ein relationales Raumverständnis. Forschungsergebnisse liegen hier unter anderem aus dem BMBF- Projekt „Im Osten geht die Sonne auf! Energie-räumliches Konzept für den Leipziger Osten“ vor.

Die Dimension der „Akteure“ umfasst die vielfältigen und unterschiedlichen Perspektiven auf den Raum. Ausgehend von ökonomischen Rahmenbedingungen wird das Handeln politischer, administrativer, gewerblicher und privater Akteure untersucht. Als Beispiel steht für diese Dimension das BMBF-Forschungsprojekt „Kooperatives regionales Flächenmanagement in der Kernregion Mitteldeutschland“.

Die Verbindung der beiden vorgenannten Dimensionen führt zu den Fragen nach den „Instrumenten“ zur Steuerung der räumlichen Entwicklung. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Auseinandersetzung mit den Unterschieden zwischen Verwaltungs- und Funktionsräumen zu. Zudem werden die neuen Herausforderungen aus dem ökonomischen und dem demografischen Strukturwandel aufgegriffen, um das tradierte Instrumentarium hinsichtlich seiner Wirkungskraft zu überprüfen und zu optimieren. Forschungsergebnisse liegen hier unter anderem aus den Projekten „Entwicklung eines Früherkennungs- und Kontrollsystems zur Unterstützung einer flexiblen Stadtentwicklungsplanung“ (BMBF) sowie „Stadtquartiere im Umbruch“ (BBR) vor.

Ganzheitliche Forschung

Im Sinne ganzheitlicher Forschung erfolgt die Bearbeitung der beschriebenen Fragestellungen in der Regel durch interdisziplinäre Projektverbünde, hier sind unter anderem Forschungskooperationen mit dem Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ) sowie mit dem Helmholtzzentrum für Umweltforschung (UFZ) zu nennen.

Das Lehrangebot leitet sich aus dem relationalen Raumverständnis und der interdisziplinären Struktur des Institutes ab. Die Ingenieur- und Raumwissenschaften bilden einen Teil der technischen Kompetenz in der modularisierten Lehre im Wahl und Wahlpflichtbereich der Fakultät. Das ISB bietet seit Oktober 2008 das Bachelor-Modul „Stadtentwicklung und Bauwirtschaft“ an. Ab Herbst 2010 erweitert sich dieses Angebot um die Mastermodule Stadtentwicklung I und II. Auf großes Interesse bei Studierenden von Fachrichtungen     anderer Fakultäten stößt die, zusammen mit dem Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement sowie dem Institut für Grundlagen des Bauens und Planungsmanagement angebotene Veranstaltungsreihe zum Thema „Stadt und Umwelt: Planen, Bauen, Bewirtschaften“.

Schließlich rundet seit Oktober 2003 das ISB sein Lehrangebot mit dem zweijährigen postgradualen Studiengang „Master of Science in Urban Management“ ab, welcher in erziehungszeit- und berufsbegleitender Form – in einer Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht – angeboten wird.


letzte Änderung: 15.07.2010